KEHLEN/LUXEMBURG
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Grundsteinlegung in Kehlen: Das Abfallsyndikat SICA setzt auf weitere Modernisierung - Bisher schon hohe Recycling-Quote

Gestern fand unter erschwerten klimatischen Bedingungen der offiziell erste Spatenstich für die Modernisierung der Einrichtungen des regionalen Abfallsyndikats SICA (Syndicat Intercommunal pour l’hygiène publique du Canton de Capellen) statt.

Mit Hilfe großer Investitionen in die Abfallbehandlung will man das Abfallaufkommen in den Mitgliedsgemeinden Bartringen, Garnich, Kehlen, Koerich, Kosptal, Mamer und Habscht noch effektiver bewältigen. In der ersten Phase der Arbeiten, bis 2022, sind rund 20 Millionen Euro für den Aufbau eines neuen Sammeldienstes vorgesehen. Später folgt ein neues Recyclingzentrum.

Start 1958

Los ging es mit dem Abfallzweckverband SICA im Jahr 1958 als das Syndikat durch die Gemeinden Kehlen, Koerich, Kopstal, Mamer und Steinfort gegründet wurde. Die Aufgabe lag in der Abfuhr von Abfällen aller Art aus den Dörfern. Zunächst befand das technische Zentrum, eigentlich nur eine Wagenwerkstatt, in Olm mitten im Dorf. Das Syndikat beschäftigte drei Mitarbeiter und entsorgte den Müll von 8.500 Einwohnern mit einem (!) Müllwagen. Um 1990 tat man einen großen Schritt, kaufte eine Halle im Industriegebiet Kehlen und baute aus: Recycling-Center, Kompostierungsanlage, neuer Verwaltungssitz direkt bei der Betriebsstätte. Schon damals förderte man die Haus-zu-Haus-Sammlungen für wiederverwertbare Materialien und führte die Verwiegung der Hausmülltonnen ein

Heute: 48 Mitarbeiter für 40.000 Einwohner

Gegen Ende der 1990er Jahre traten Bartringen, Garnich und Septfontaines (heute Habscht) dem Syndikat bei. Daran schloss sich eine Erweiterung des Betriebs um zwei zusätzliche Hallen an. Entsprechend steigen natürlich auch der Personal- und der Fahrzeugbedarf.

Aktuell hat der Zweckverband SICA 48 Mitarbeiter die sich mit 16 Müllwagen und anderen Fahrzeugen um die Abfälle von 40.000 Einwohnern kümmern.

Beim SICA verweist man mit Stolz auf große Erfolge beim Recycling, denn mit einer Quote von 230 kg zu verbrennendem Restmüll pro Einwohner und Jahr, liegt man um einhundert Kilogramm unter dem nationalen Durchschnitt.

Das Syndikat führt regelmäßig zehn Haus-zu-Haus-Sammlungen durch, vier Fünftel, also acht, sammeln verwertbares und recyclingfähiges Material. Im Recyclingzentrum werden jährlich 150.000 Kunden betreut.