LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Erster Spatenstich am „Stade national du Luxembourg“ im „Ban de Gasperich“

Das definitive Projekt des nationalen Sportstadions für Fußball und Rugby - „Stade national du Luxembourg“ - liegt seit Mitte November vergangenen Jahres vor: Im „Ban de Gasperich“, zwischen Kockelscheuer und „Cloche d’Or“, wird für rund 60 Millionen Euro das nationale Sportstadion errichtet. Im vergangenen Mai wurden die Erdaushubarbeiten in Angriff genommen. Am ges-trigen Spätnachmittag war großer Bahnhof im „Ban de Gasperich“. Im Beisein von Sportminister Romain Schneider, den Mitgliedern des hauptstädtischen Schöffenrates mit Bürgermeisterin Lydie Polfer an der Spitze, und des FLF-Präsidenten Paul Philipp wurden mit dem ersten Spatenstich die eigentlichen Bauarbeiten am Nationalstadion gestartet. In zwei Jahren, im Oktober 2019, soll dann der erste Ball im neuen Sportstadion rollen.

Anstelle des „Stade Josy Barthel“

Das neue Nationalstadion soll das 1931 fertiggestellte „Stade Josy Barthel“, das derzeitige Nationalstadion an der Arlonerstraße, ersetzen. Von 1989 bis 1990 wurde es einer kompletten Renovierung unterzogen. Im November 2012 wurde bekannt gegeben, dass eine zügige Renovierung des veralteten Stadions geplant sei, da die UEFA („Union of European Football Associations“) sonst die luxemburgischen Vereine und die Nationalmannschaft 2014 von den europäischen Wettbewerben ausschließen könnte. Im Januar 2014 war die Renovierung des Stadions an der Arloner Straße definitiv vom Tisch, einem Neubau an anderer Stelle wurde der Vorzug gegeben. Nach der Fertigstellung des Nationalstadions im „Ban de Gasperich“ soll das Josy-Barthel-Stadion abgerissen werden. Im Juni 2014 wurde die Ausschreibung für den Neubau gestartet. Bei 25 Bewerbungen erfüllten deren fünf die Anforderungen: Als Gewinner ging Ende September 2014 das deutsche Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp Architekten) in Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Architekturbüro „Beng Architectes Associés“ hervor. In seiner Sitzung vom 5. Dezember 2016 hat der Gemeinderat der Stadt Luxemburg das definitive Bauvorhaben verabschiedet. Die leicht höheren Kosten von 60 Millionen Euro (bis zu diesem Datum waren rund 58 Millionen in der Diskussion) werden auf das Verlegen eines Naturrasens, der durch künstliche Fasern verstärkt wird (ein sogenannter Hybridrasen) sowie verschiedene zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zurückgeführt.

Platz für Konzerte oder „Public Viewings“

Gleich neben dem Nationalstadion soll eine Fläche eingerichtet werden, die für Konzerte oder „Public Viewing“ genutzt werden kann. 15.000 Zuschauer werden hier Platz finden. Hier sollen - neben einem großen P&R Parkplatz mit 2.000 Stellplätzen - auch die neuen Räumlichkeiten des hauptstädtischen „Service des Sports“ entstehen.