LUXEMBURG
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#EUmostwanted: Europol ist stolz auf die Mitarbeit der Öffentlichkeit

Jährlich startet das europäische Zielfahndungsnetzwerk ENFAST (European Network of Fugitive Active Search Teams) mit Unterstützung von Europol eine koordinierte Medienkampagne, bei der die Mithilfe der Bevölkerung gefragt ist, geht es doch um die Suche von besonders kriminellen Personen, die von europäischen Behörden zur Fahndung ausgeschrieben sind. Die vergangenen Kampagnen zeigten nach Angaben von Europol, wie wichtig die Einbindung der Öffentlichkeit ist, haben sich doch Hinweise aus der Bevölkerung als unerlässlich und wichtig erwiesen. „Alleine im letzten Jahr wurden so 21 Festnahmen bilanziert“, wie Europol jetzt mitteilte.

In Zusammenhang mit Luxemburg

Im Januar 2003 reisten Yeon Choy Teoh (Spitzname: Suzuki , Tai Lau) und ein Komplize von Belgien nach Luxemburg und gingen in ein chinesisches Restaurant im Westen Luxemburgs. In diesem Restaurant bedrohten beide Personen den Besitzer und setzten ihn unter Druck. Es kam zu einer Schlägerei und ein Schuss mit einer Handfeuerwaffe wurde abgefeuert. Teoh wurde von einem Schuss getroffen und schwer verletzt. Sein Komplize konnte ebenfalls am Tatort verhaftet werden. Nach einigen Monaten Haft in Luxemburg wurde Teoh am 08. August 2003 vor Beginn des Gerichtsverfahrens wieder freigelassen. Einige Jahre später wurde Teoh wegen mehrerer Erpressungsvorwürfe zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der Europäische Haftbefehl wurde 2008 von der Generalstaatsanwaltschaft in Luxemburg erlassen. Der Flüchtling gilt als gefährlich und könnte bewaffnet sein. Er spricht mehrere Sprachen wie Englisch, Französisch, Kantonesisch und auch Mandarin. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er sich tatsächlich unter einer falschen Identität in Europa versteckt. In der Vergangenheit lebte er in Belgien. Sein Aufenthaltsort ist derzeit unbekannt

Der flüchtige Jean Marc Kiesch wurde in Luxemburg in einem Mordfall zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Fall ist vom Januar 1999. Kiesch kam 2004 nicht mehr aus dem Hafturlaub zurück und ist seither auf der Flucht. Er wird von der Staatsanwaltschaft Luxemburg gesucht. Einige seiner Familienmitglieder leben noch immer in Luxemburg. Mit der Unterstützung der deutschen Polizei wurden Phantombilder gemacht, wie der Flüchtling heute aussehen könnte.

Alle Informationen können in diesem für den Flüchtling sehr wichtigen Fall vertraulich behandelt werden.

eumostwanted.eu