LUXEMBURG
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Virtuelle Wache der Luxemburger Polizei: eine Zwischenbilanz

Das virtuelle Kommissariat - die Polizei noch näher am Bürger: Seit der Vorstellung und Inbetriebnahme des E-Kommissariats bei der Luxemburger Polizei am 27. Juli 2018 gingen bereits 2.116 elektronische Anzeigen wegen Diebstahls ein.

Es wurden über 800 verlorene Gegenstände gemeldet. Alleine in den ersten 3,5 Monaten des laufenden Jahres beschäftigten sich die beiden Polizisten dieser neu gegründeten Einheit mit 443 Diebstahlanzeigen, wie die Pressestelle der Polizei auf Nachfrage hin bestätigte.

Über 350 verlorene Objekte gemeldet

Im gleichen Zeitraum wurden 357 verlorene Objekte gemeldet.

Auch bei einem Wildunfall besteht seit Mitte des letzten Jahres die Möglichkeit, diesen online mitzuteilen. Das E-Kommissariat hat seit Anfang 2019 bereits 125 Fälle aufgenommen. Für eine legale Klageführung (im Falle eines Diebstahls z.B.) benötigt man ein LuxTrust Zertifikat, da das Online-Dokument digital unterzeichnet werden muss und die Identität des Klägers somit 100 Prozent verifizierbar ist. „Von der Polizeiseite wird der Kläger direkt zu der offiziellen Guichet.lu Seite weitergeleitet, wo die Prozedur dann abläuft“, wie es von der Polizei heißt.

Klar und detailliert wird der Anzeiger dann mithilfe von Fragen durch die Erstellung der Anzeige geführt. So kann man beispielsweise beim Diebstahl aus einer Liste das entsprechend gestohlene Objekt aussuchen, es genauer beschreiben oder auch Rechnungen hochladen, um den Wert zu belegen. Eine weitere Kommunikation wird dann auch online über den MyGuichet-Zugang geführt, wenn die Polizei weitere Fragen hat. Sollte eine Präsenz des Anzeigers notwendig sein, so kann dieser sich sein reelles Kommissariat selbst auswählen, bei dem er die Anzeige stellen will. Wichtig ist, dass man die Anzeige online erst sichert und dann abschickt.

Viele Rubriken

Die Webseite der Polizei bietet aber unter der Rubrik E-Kommissariat noch eine Menge anderer elektronischer Dienstleistungen an. Der Bürger hat hier die Möglichkeit, sich direkt und persönlich zu informieren und beraten zu lassen, er kann der Polizei über Sichtungen berichten „oder eine Reklamation über eine gebührenpflichtige Verwarnung einreichen“, wie präzisiert wird. Besonders beliebt sei auch die Rubrik „Départs en vacances“. In dieser Sparte besteht für jeden Einwohner des Großherzogtums die Möglichkeit, der Polizei seine Abwesenheit während der Ferienzeit melden. Die Gesetzeshüter integrieren demnach den jeweiligen Wohnort in ihren Streifenplan. In den ersten 3,5 Monaten dieses Jahres haben mehr als 1.800 Menschen diese verschiedenen Dienstleistungen der Polizei in Anspruch genommen. Bis jetzt gingen alleine fast 460 „Ferienmeldungen“ ein.

Wie für die Rubrik Rubrik „Départs en vacances“ auch gibt es weitere Bereiche, für die man keinen LuxTrust-Zugang braucht. So kann man den Dienst der Kinderanmeldung während der Schobermesse entsprechend nutzen oder auch „Grooming“-Fälle und Fälle von „Sex-Tourismus und Kinder“, dies zusammen mit ECPAT, ohne LuxTrust-Zugang melden.


Das neue Online-Kommissariat ist über die Webseite der Polizei police.public.lu/fr/commissariat-virtuel oder über die App der Polizei (police.lu) zu erreichen