LUXEMBURG
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Nationale Eisenbahngesellschaft CFL präsentiert „soliden“ Jahresabschluss 2018

Immer mehr Personen greifen auf die Bahn zurück, dies „trotz Streiks in Frankreich und zahlreicher Baustellen“, wie gestern vonseiten der Verantwortlichen der CFL anlässlich der Bilanzpressekonferenz 2018 unterstrichen wurde. Die Zahl der Fahrgäste stieg von 22,9 Millionen im Jahr 2017 um 1,75 Prozent auf 23,3 Millionen im vergangenen Jahr. In den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl der Fahrgäste „regelrecht explodiert“ um 70 Prozent. Zum Vergleich: Nur 13,5 Millionen Gäste wurden im Jahr 2003 befördert. Die Pünktlichkeitsrate der CFL-Züge lag im vergangenen Jahr bei 89 Prozent. Bis 2024 wird eine Pünktlichkeitsrate von 92 Prozent angestrebt.

23,3 Millionen Passagiere befördert

Im vergangenen Jahr war die Linie 60 - Luxemburg-Esch-Alzette-Rodange - mit 7,54 Millionen Passagieren (-5,3 Prozent gegenüber 2017) die meistgenutzte CFL-Linie. Auf der CFL-Linie 10 Luxemburg - Ulflingen - Gouvy wurden im vergangenen Jahr 5,8 Millionen Personen befördert, was eine Steigerung der Fahrgäste um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt. Dieses gute Resultat wurde gestern in erster Linie auf die Indienststellung des „Pôle d’échanges“ an der Roten Brücke und der Standseilbahn („Funiculaire“) Pfaffenthal-Kirchberg zurückgeführt.

Die Standseilbahn nutzten seit ihrer Einführung im Dezember 2017 bis Ende Dezember vergangenen Jahres 1,5 Millionen Personen. Den Ende 2017 eingeweihten Bahnhof Howald, der in den künftigen „Pôles d’échanges“ eingegliedert werden soll, nutzen im vergangenen Jahr 200.000 Personen.

Neues Rollmaterial bestellt

Nach dem Willen der CFL-Verantwortlichen soll die Zahl der Fahrgäste in den kommenden Jahren weiter ansteigen. So stehen heute 242.413 Sitzplätze auf dem CFL-Zugnetz zur Verfügung. Bis zum Jahr 2024 will die Eisenbahngesellschaft ihr Sitzplatz-Angebot in den Zügen um 46 Prozent vergrößern. Zwei neue Züge sollen bis Ende 2019 geliefert werden. 34 Triebwagen wurden 2018 bestellt, In der Zeitspanne von Ende 2021 bis 2024 sollen sie geliefert werden. Darüber hinaus verfügt die nationale Eisenbahngesellschaft über eine Flotte von 68 Bussen, die in den kommenden Jahren um sechs neue Busse ergänzt werden soll.

Was nun die wichtigen Projekte der CFL, deren Hauptziel die Verbesserung des Angebots und der Dienstleistung darstellt, betrifft, so wurden gestern unter anderem die im vergangenen Sommer fertiggestellte Neuelektrifizierung der Strecke Luxemburg-Kleinbettingen, und der inzwischen abgeschlossene Ausbau auf zwei Bahntrassen der Strecke Luxemburg-Sandweiler/Contern genannt. Weiter auf der Agenda stehen der Bau der neuen Eisenbahnlinie Luxemburg-Bettemburg sowie der Ausbau des Bahnhofs in Luxemburg-Stadt mit neuen Bahnsteigen und diversen „Pôles d’échanges“.

Nettogewinn von zehn Millionen Euro

Was nun die finanziellen Resultate betrifft, so konnte die CFL mit einem Nettogewinn von zehn Millionen Euro ein „solides Jahr 2018“ abhaken. Der Nettoumsatz ist von 882,8 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 892,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr gestiegen.

Was das Frachtgeschäft betrifft, so konnte die CFL Cargo Group einen Gewinn von 2,1 Millionen Euro erwirtschaften. Der multimodalen CFL-Gruppe gelang es im vergangenen Jahr ihren Verlust von 13,9 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro zu verringern. Insgesamt transportierte die CFL 2.517 Millionen Tonnen-Kilometer im vergangenen Geschäftsjahr.

In ihren 20 verschiedenen Betrieben beschäftigte die CFL-Gruppe im vergangenen Jahr 4.622 Mitarbeiter (Stand: 31. Dezember 2018); demnach wurden im vergangenen Geschäftsjahr 436 Menschen eingestellt.