BAD MONDORF
NIC. DICKEN

Das Mondorfer Gesellschaftszentrum Casino 2000 sieht seine ganze Zukunft noch vor sich

Er würde alles noch einmal genau so machen, wie er es in den vergangenen 30 Jahren getan hat: Werner Wilhelm J. Wicker, Initiator, Haupteigentümer und Verwaltungsratspräsident des Mondorfer Casino 2000, betonte gestern am Rande der offiziellen Jubiläumsfeier des auf den Tag genau vor drei Jahrzehnten eröffneten Gesellschaftszentrums Casino 2000 Bad Mondorf, dass sich sein Konzept vom Glücksspielbetrieb mit angeschlossenen Hotel- und Gastronomiebereichen bis hin zum großen Konzertsaal mit multifunktionaler Veranstaltungshalle „Chapito“ in allen Punkten als richtig erwiesen habe und die ursprünglichen Erwartungen hinsichtlich Besucherzahl, Umsatz und Ertrag allesamt übertroffen werden konnten. Aber nicht nur für sich selbst ist das Casino 2000 ein voller Erfolg, die für Luxemburg einzigartige Einrichtung, die das ganze Jahr über mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm funktioniert, ist auch zu einem führenden und unverzichtbaren Attraktivitätspol im nationalen Tourismuswesen geworden.

Vertrauen der Regierung gerechtfertigt

Ein bisschen Nostalgie schwang schon mit, als Werner Wicker gestern daran erinnerte, wie er neben 12 anderen Mitbewerbern Ende der 70er Jahre die Regierung mit seinem Konzept eines integrierten Gesellschaftszentrums hatte überzeugen und sich so die Lizenz für das einzige Spielcasino des Landes neben dem runderneuerten Staatsbad Mondorf hatte sichern können. Auch wenn sich die Zeiten seit der offiziellen Eröffnung stark geändert und die Spielgewohnheiten einen deutlichen Wandel vom klassischen zum Automatenspiel durchgemacht haben, so stellte dies zwar mehrfach eine Herausforderung für das Management dar, das sich den notwendigen Anpassungsprozessen jedoch stets als gewachsen erwies. Für den Erfolg und die positive Entwicklung des Unternehmens spricht allein schon die Tatsache, dass die Zahl der festen Mitarbeiter in den vergangenen 30 Jahren von 80 auf mittlerweile 250 gesteigert werden konnte und ein Ende des kontrollierten Wachstums längst nicht abzusehen ist. „Das Know-How für das Spielcasino Bad Mondorf kam aus dem Casino Bad Homburg, das heute noch mit 10% am Mondorfer Unternehmen beteiligt ist,“ so Werner Wicker, der dabei unterstrich, dass die Tochter mittlerweile der einstigen Mutter über den Kopf gewachsen sei und ein sehr dynamisches Eigenleben entwickelt habe, das im Laufe der Zeit auch zahlreichen Widerwärtigkeiten habe widerstehen können. Die Regierung habe auch damals schon erkannt, dass es sich beim Konzept des Casino 2000 um ein realistisches, tragfähiges, sicheres und solides Projekt handelte, ein Vertrauensbeweis, dem man sich in all den Jahren gerecht zu werden bemüht habe, so Wicker.

Gut für die Staatskasse

Durch konsequente Zusatzinvestitionen - die letzte Phase mit der Realisierung des „Chapito“ wurde erst vor zwei Jahren fertiggestellt - gelang es immer wieder, die Besucherkapazität und die Attraktivität des Casino 2000 zu steigern, das heute ein herausragendes regionales Gesellschaftszentrum sei, das für praktisch alle Arten von Veranstaltungen bestens gerüstet sei. Diese Investitionsbereitschaft bleibe auch in Zukunft bestehen, nach 30 Jahren habe der Betrieb seine ganze Zukunft noch vor sich. Gleichzeitig fühle man sich auch wie eh und je der Standortgemeinde Mondorf, sowie dem Staat und Land Luxemburg freundschaftlich verbunden, das man gerne in die hauseigenen Werbeaktionen miteinbeziehe.

Dass mit dem Casino-Betrieb auch ein gehöriger Batzen Geld in die Staats- und Gemeindekasse fand, versteht sich am Rande. Durchgängig wurden Jahr für Jahr 22 bis 23 Millionen Euro aus dem Spielbetrieb in den Staatssäckel abgeführt, mit gut vier Millionen Euro, die darin enthalten sind, bietet der Betrieb auch der Gemeinde Mondorf ein beachtliches finanzielles Polster, das diese gezielt für eine Erneuerung und Verschönerung der zur Gemeinde gehörenden Ortschaften genutzt hat.

Internet-Glücksspiel als unlautere Konkurrenz

Als größte Herausforderung für den Spielbetrieb sieht Generaldirektor Guido Berghmans, der 2002 als Nachfolger von Albert Golmeier die Leitung des Casino 2000 übernahm, das Glücksspielangebot im Internet, das vor allem bei der jüngeren Generation eine wachsende Zahl von Anhängern findet. Während völlig zu Recht die lizensierten Spielbetriebe eine ganze Reihe von Verpflichtungen hinsichtlich Bekämpfung der Spielsucht und Vermeidung von Geldwäsche eingehen, laufe das Glücksspiel im Internet weitgehend ohne klare Regulierung und Kontrolle ab, eine Tatsache, die neben dem Wegfall von Milliarden Euro öffentlicher Gebühren auch zahlreichen Missbrauchsmöglichkeiten Tür und Tor öffne.

Für die Verantwortlichen des Casino 2000 war es von Anfang an eine Selbstverständlichkeit, auf einen seriösen und verantwortlichen Ablauf des Spielbetriebs zu achten und dabei gezielte Maßnahmen gegen die Gefährdung der Besucher durch die Spielsucht vorzugehen. Mit dem eigens entwickelten System „play ist safe“ wurde ein ständig perfektioniertes Muster eingesetzt, das in speziellen Schulungen auch den Mitarbeitern des Spielbetriebes vermittelt wurde.

Vielseitiges Unterhaltungszentrum

Im breit gefächerten Angebot des Gesellschaftszentrums kann besonders die Ausgabe von nicht weniger als 120.000 Essen im Jahr hervorgehoben werden. Deutlich über 500.000 Besucher werden Jahr um Jahr im Casino 2000 verzeichnet, wobei besonders die Gäste aus dem benachbarten Frankreich den Großteil der Besucher ausmachen. Konzerte mit namhaften internationalen Stars, sowie spezifische Themenveranstaltungen sorgen für ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm, das ebenfalls von Beginn an zum festen Repertoire des Betriebes zählte.

Nach der gediegenen Jubiläumsfeier im Beisein von mehreren hundert Gästen bleibt uns am Ende nur, den Verantwortlichen des Casino 2000 für die nächsten 30 Jahre alles Gute und weiterhin eine glückliche Hand zu wünschen.