LUXEMBURG
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„Maison de la Porte ouverte“ und Jacques Schneider präsentieren „Péckvillchen“-Projekt

Am Ostermontag in aller Frühe wird sich wieder eine Menschenmenge auf dem kleinen Platz am „Marché-aux-poissons“ gleich hinter dem großherzoglichen Palais auf der Suche nach einer aus Terracotta hergestellten Pfeife in Vogelform, den sogenannten „Péckvillchen“, machen, wie es sie nur an diesem Tag zu kaufen gibt.

Ein Original-„Péckvillchen“ muss übrigens einen Ton in zwei verschiedenen Höhen spielen können. Es gibt aber sogar welche, auf denen man eine ganze Oktave pfeifen kann. Viele Luxemburger und auch immer mehr ausländische Künstler machen sich eine Ehre daraus, jedes Jahr neue „Péckvillercher“ zu entwerfen. So sind die speziellen Tonvögel mittlerweile zu gesuchten Sammlerobjekten geworden.

Das Sozialwerk „Maison de la Porte ouverte“ hat sich mit dem Künstler Jacques Schneider zusammengetan, um einen solchen „Péckvillchen“ zu entwerfen, dies als Projektarbeit von Kindern und jungen Frauen. So sind 30 Unikate entstanden, die die Künstler entworfen haben. Das Sozialwerk, das sich um Menschen in Notsituationen kümmert, wurde 1971 auf Initiative des damaligen Dechanten der Herz-Jesu-Pfarrei, Jean Heinisch, gegründet. Alles läuft unter dem Thema „On ne choisit pas (Wir haben es uns nicht ausgesucht)“. Denn niemand hat sich sein Geburtsland, seine Familie ausgesucht - und doch haben wir die Chance, die Möglichkeiten zu nutzen, die uns das Leben anbietet. Auch der Vogel habe nicht die Wahl gehabt, ein Vogel zu werden. Doch er kann die Chancen nutzen, die ihm gegeben sind - dies alleine durch das Fliegen. Doch auch die Käufer sollen keine Wahl haben, denn alle „Péckvillercher“ sind in Kisten eingepackt. Erst nach dem Kauf kann man sich sein spezielles und einzigartiges „Péckvillchen“ anschauen.


Am Ostermontag werden die Unikate am Stand

von „Maison de la Porte ouverte“ zum Preis von 35 Euro verkauft