ECHTERNACH
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Neuer Wohn- und Geschäftsraum soll Echternach attraktiver machen

Ein neuer Busbahnhof, 53 weitere Wohneinheiten, vier Geschäftseinheiten und 113 zusätzlich erschlossene Grundstücke: Die Abteistadt Echternach will Privat- als auch Geschäftsleute an die Sauer locken.

Im Juli noch beginnen die ersten Arbeiten von insgesamt sieben öffentlichen und privaten Bauvorhaben in Echternach, erzählte Bürgermeister Yves Wengler gestern bei einer mittäglich angesetzten Pressekonferenz. „Die wichtigsten Entwicklungsprojekte werden dabei die Verlegung des Busbahnhofs sowie die Erschließung des neuen Wohngebiets ‚Oachtergäert‘ sein“, so der Bürgermeister weiter.

Denn die älteste Stadt Luxemburgs soll weiter wachsen und „für eingesessene und zukünftige Echternacher noch attraktiver werden“, betonte Wengler. Im Fokus würden hier eine verbesserte Verkehrsanbindung mit einem zentral gelegenen Busbahnhof mit verbesserten Parkmöglichkeiten und die Erschließung weiterer Baugrundstücke stehen. „Baugrundstücke zu günstigen Konditionen“, sagte Wengler.

Um den Bau einer neuen Grundschule im Norden Echternachs beginnen zu können, werden zunächst die Busstationen vorläufig auf den Parkplatz „Bréil“ im Zentrum der Stadt verlegt. „In diesem Bereich ist die Gemeinde gerade dabei, weitere Grundstücke zu erwerben, auf denen später eine Tiefgarage und dann der neue Busbahnhof dauerhaft eingerichtet werden sollen.“ Diese Arbeiten nehmen nun rund drei Monate in Anspruch und umfassen ein Budget von 200.000 Euro. Hierdurch werden auch rund zwei Drittel der anfallenden Busfahrten aus der Stadt herausgenommen, „nur noch der Busverkehr aus Diekirch muss direkt durch die Stadt.“

„Gelände Oachtergäert“

Zur verbesserten Verkehrsführung und -anbindung kommt ferner die Entwicklung von neuem Wohnraum. In den vergangenen Jahren sei zwar der Wille da gewesen, aber doch müsse man teils von „mehr als 50 Jahren Stillstand“ sprechen. „So wird das Gelände ‚Oachtergäert‘ erschlossen. Auf dem Bauland können rund 113 Einfamilienhäuser errichtet werden.“ Veranschlagte Kosten: rund 6,7 Millionen Euro. Hier werden auch Privatanbieter aktiv, wie Wengler betonte. Die Stadt selbst steuert 27 Grundstücke zu dem Gesamtprojekt bei. Über die Vergabe der Parzellen im Rahmen von Erbpachtverträgen möchte die Stadt auch die Preisentwicklung für Wohnraum im Stadtgebiet steuern und etwas moderat halten. So soll auch jungen Familien die Chance gegeben werden, entsprechend interessanten Wohnraum in guter Lage zu erwerben.

Ab September 2018 sollen in der Stadtmitte fünf weitere private Bauvorhaben anlaufen, die neben Wohneinheiten auch Gewerbeflächen umfassen werden. Hier sind 53 Wohneinheiten, vier Ladenflächen und weitere 113 zusätzlich erschlossene Grundstücke in den nächsten zwei Jahren vorgesehen.

Im Bereich der privaten Bauvorhaben wurden die Objekte „Opel Garage“ und „Garage Schneider“ vorgestellt. Hier sollen einmal 15 Wohneinheiten und eine Geschäftseinheit („Opel Garage“) und einmal zwölf Wohneinheiten mit einer weiteren Geschäftseinheit entstehen. Die „Aal Apdikt“ soll nach einem Umbau acht Wohnungen und zwei Geschäftseinheiten aufweisen. „Dieses Engagement ist ein gutes Zeichen für Echternach“, sagte Wengler.

„In den Planungen haben wir darauf geachtet, dass die Störungen für die Anwohner möglichst gering bleiben“, betonte Wengler. Denn Echternach mache gerade einen großen Schritt in seiner Entwicklung, „doch das kann nur funktionieren, wenn alle mithelfen.“