LUXEMBURG
PIERRE WELTER

Weil er einen Fuchs in seinem Garten mit einer Mistgabel getötet hatte, wurde am Donnerstag ein Luxemburger Lehrer zu 500 Euro Geldstrafe verurteilt.

Der 51-Jährige hatte im Juni in seinem Garten eine Tellerfalle aufgestellt, um einen Fuchs zu fangen, der hinter seinen Hühnern her war.

Als das gefangene Tier versuchte, sich aus der Falle zu befreien, erstach der Mann den Fuchs mit einer Mistgabel. Der Fuchs starb jedoch nicht nach dem ersten, sondern erst nach dem vierten oder fünften Stich, berichtete die Nachbarin, die Zeugin des Vorfalls war und die Polizei gerufen hatte.

Vor Gericht argumentierte der Mann, er hätte sich nicht anders zu helfen gewusst, da er schon öfter Hühner an den Fuchs verloren hätte. Der Anklagevertreter hatte 3.500 Euro Strafe gefordert und gesagt: „Der Fuchs ist momentan geschützt, der Angeklagte hat nicht nur gegen das Naturschutzgesetz, sondern auch gegen das EU-Recht, das Jagdgesetz und das Tierschutzgesetz verstoßen.“ Die Tellerfallen wurden von der Staatsanwaltschaft konfisziert. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.