PASCAL STEINWACHS

Was macht man, wenn man als EU-Kommissionschef mal wieder so einer sterbenslangweiligen Pressekonferenz mit irgend so einem noch langweiligeren Ministermensch beiwohnen muss, auf die man absolut null Bock hat, es gleichzeitig aber in die internationalen Medien schaffen will? Genau: Man beauftragt einen seiner Mitarbeiter (die bei Juncker ja zumeist aber Mitarbeiterinnen sind), einen während der Pressekonferenz anzuschellen, und tut dann so, als falle man aus allen Wolken. Das Gerät klingelt also, Juncker nimmt es heraus, und sagt knapp: „Das ist meine Frau, sorry. Nein, es war Frau Merkel“, und steckt das Handy-Dings - anstelle eines Smartphones benutzt Juncker ja ein altes Nokia-Handy - wieder in seine Anzugstasche. Ob es tatsächlich Merkel war, spielt keine Rolle - vielleicht war es ja auch Viktor Orbán oder... Charles Manson.

Lustig drauf ist aber auch der grüne Hauptstadtkandidat Paul Zens, der auf seiner Blog-Seite zu erklären versucht, was 500 Meter sind: „Dat ass, fir Dammen, esou wäit wéi vum „House of Underwear“ an der Dräikinneksgaass, bis bei den „Oberweis“ beim Roude Pëtz, fir Männer wéi een Tour duerch de Batiself. Meterméisseg duerchaus machbar“. Hauptsache Gender-Mainstreaming...