LUXEMBURG
JK

Für 1.245 „Demandeurs de protection internationale“

Zum 24. Juli des laufenden Jahres hat das „Office luxembourgeois de l’accueil et de l’intégration“ (OLAI) 55 Empfangsstrukturen, die in 31 Gemeinden angesiedelt sind, genutzt, hält Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des CSV-Abgeordneten Paul Galles fest. Was die in diesem Strukturen untergebrachten Personen betrifft, so waren 1.245 „Demandeurs de protection internationale“ (DPI; Personen, die internationalen Schutz beantragt haben) und 1.302 sogenannte „Bénéficiaires de protection internationale“ (BPI; Personen, die internationalen Schutz genießen).

Vom OLAI, vom Roten Kreuz undvon „Caritas Luxembourg“ verwaltet

Von den 55 Empfangsstrukturen werden 31 direkt vom OLAI verwaltet. Es handelt sich um Strukturen, in denen kein Betreuungspersonal vor Ort ist. Ein Sozialarbeiter des OLAI betreut derzeit 100 DPI, ein für die Umsetzung der pädagogischen Projekte zuständiger Erzieher des OLAI etwa 200 Personen, hält Cahen fest.

Zwölf Strukturen, darunter zwei Strukturen für den Erst-Empfang („primo-accueil“) werden vom Roten Kreuz mit einer Präsenz vor Ort verwaltet. Der Schlüssel der sozio-edukativen Betreuung für die vom Roten Kreuz verwalteten Strukturen liegt bei einem Mitarbeiter für 37 Personen, hält die Ministerin weiter fest. Zwölf weitere werden von „Caritas Luxembourg“ verwaltet. Hier ist ein Mitarbeiter für die Betreuung von 34 Personen zuständig.

Weiter unterstreicht Cahen, dass der Betreuungs-Schlüssel einer Empfangsstruktur von der Vulnerabilität der zu betreuenden Personen abhängt.

Eigene Strukturenfür „Mineurs non accompagnés“

Was nun die „Mineurs non accompagnés“ (MNA) betrifft, so weist die Familienministerin darauf hin, dass letztere gleich bei der Ankunft in Empfangsstrukturen, die über ein spezialisiertes Personal verfügen, untergebracht werden. In einer von dem Roten Kreuz verwalteten Struktur werden MNA unter 16, 5 Jahren aufgenommen, während „Caritas Luxembourg“ für eine weitere Struktur, in der MNA über 16,5 Jahre aufgenommen werden, verantwortlich zeichnet. Sollte eine „Demande de protection internationale“ für einen MNA vorliegen, können die jungen Leute auch in einer der drei spezialisierten Empfangsstrukturen unter der Obhut des „Office national de l’enfance“ untergebracht werden.

29 Strukturen mit Überwachung

Weiter weist die Ministerin darauf hin, dass derzeit 29 Empfangsstrukturen über einen Wachdienst verfügen. Die Funktion des Wächters beinhaltet unter anderem die Verwaltung der Schlüssel und der Post, die Überwachung der technischen Installationen, der Küchen und der Feuermelder, des Gebäudes und seines direkten Umfeldes, erklärt die Ministerin weiter. Er kontrolliert des Weiteren den Ein- und Ausgang der Bewohner, der Besucher sowie eventueller Lieferanten und redigiert täglich einen Bericht über die Vorkommnisse in der jeweiligen Struktur.

Die meisten Strukturen werden rund um die Uhr überwacht. Derzeit sind 421 Wächter in den Empfangsstrukturen tätig. Alle Wächter erhalten eine Ausbildung in Konfliktverwaltung, Erster Hilfe, Feuerbekämpfung und Evakuierung von Gebäuden, sagt die Ministerin.

Im vergangenen Jahr (2018) fielen insgesamt 20.773.133 Euro an Kosten für den Wachdienst an, hält Ministerin Cahen abschließend fest.