LUXEMBURG
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Die Abfallbilanz 2019 des SICA liegt vor

Das „Syndicat Intercommunal pour l’hygiène publique du Canton de Capellen“, dessen Gründung auf das Jahr 1958 zurückgeht, hat seine Abfallwirtschaftsbilanz 2019 vorgelegt, und die fällt positiv aus, denn die Restmüllmenge konnte um 70 Tonnen verringert werden. Das bedeutet, dass die jährliche Pro-Einwohner-Restmüllmenge von 142,04 kg auf 137,15 kg schrumpfte. Insgesamt müssen also 70 Tonnen Restmüll weniger der SIDOR- Verbrennungsanlage zugeführt werden. Und das obwohl die Einwohnerzahl der SICA-Mitgliedsgemeinden 2019 um 800 auf 39.315 Einwohner anwuchs.

Zum SICA gehören Bartringen, Garnich, Kehlen, Koerich, Kopstal, Mamer, Steinfort und die frühere Gemeinde Simmern, die mittlerweile mit dem Nicht-Mitglied Hobscheid fusioniert hat. Seit 1998 bereits wird in den SICA-Gemeinden der Restmüll gewichtsbezogen an die Haushalte verrechnet. Das steigert die Recyclingrate und verringert die Restmüllmengen. Das SICA bietet seinen acht Mitgliedsgemeinden mit dem eigenen Personal und Fuhrpark zehn separate Haus-zu-Haus-Sammlungen an, wobei acht dieser Sammlungen der Wiederverwertung dienen. Nur Rest- und Sperrmüll gelangen in die Müllverbrennungsanlage.

Weniger Bioabfall

Betrachtet man das Gesamtabfallaufkommen von 19.801 Tonnen so schrumpfte die Abfallmenge sogar um 407 Tonnen im vergangenen Jahr gegenüber 2018. Hier fällt besonders der Rückgang von Bioabfall (-295 Tonnen) ins Gewicht. Den größten Zuwachs gab es beim Hohlglas (+61 Tonnen). Der Zuwachs von rund zwölf Tonnen bei den PMG-Verpackungen (Valorluxsammlung) erklärt sich durch die Ausweitung der angenommenen Materialien. Plastikfolien landeten vorher oftmals im Restmüll, werden jetzt vermehrt dem Recycling zugeführt. Eine bedeutende Neuerung 2019 war die Umgestaltung des Second-Hand-Shops in ein betreutes ReSIClAgebuttek. Der Wiederverwertungsgedanke von Gegenständen steht hier im Mittelpunkt. Monatlich wechseln hier rund 6.000 kg Ware den Besitzer. Großer Beliebtheit erfreuen sich Spielzeug, Porzellan und Gläser, Deko-Artikel, Bücher und Kleider.

Im Schnitt bedeutete die kostendeckende Müllentsorgung und Wertstofferfassung in den SICA-Gemeinden den einzelnen Bürger 2019 rund 120 Euro. 48 Mitarbeiter zählte das Gemeindesyndikat im vergangenen Jahr, das nun ausbaut: Ende Februar fand so der erste Spatenstich für die Modernisierung der Einrichtungen des im Industriepark Kehlen beheimateten SICA statt. In der ersten Phase der Arbeiten, bis 2022, sind rund 20 Millionen Euro für den Aufbau eines neuen Sammeldienstes vorgesehen. Später folgt ein neues Recyclingzentrum.

Mehr: www.sica.lu