DEN HAAG
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367 Beschlagnahmungen: Europol landet Schlag gegen Wilderer

Bei einer internationalen Aktion gegen den illegalen Handel mit Wildtieren und Holz wurden in der Europäischen Union und weltweit Hunderte von Beschlagnahmungen durchgeführt sowie einige Verdächtige festgenommen. „Operation Thunderstorm“ richtete sich gegen die Täter und Netzwerke, die hinter weltweiter Tierrechtskriminalität stehen und umfasste Polizei-, Zoll-, Grenz-, Umwelt-, Wildtier- und Forstbehörden aus 92 Ländern.

In der EU haben Bulgarien, Estland, Frankreich, Ungarn, Italien, Lettland, Litauen, die Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Großbritannien während des einmonatigen Einsatzes im Mai einzelne operative Tätigkeiten durchgeführt.

Alleine 1.500 Kontrollen in der EU

Bei 1.500 Kontrollen, die in der EU durchgeführt wurden, kam es zu 367 Beschlagnahmungen und insgesamt 71 Festnahmen. Unter den beschlagnahmten Gegenständen und Tieren befanden sich 1.000 Tonnen geschützter Hölzer sowie Reptilien, Säugetiere, Vögel, Pflanzen und Elfenbein. Auf globaler Ebene hat „Operation Thunderstorm“ weitere Beschlagnahmungen zum Ergebnis, die gezeigt haben, wie koordinierte globale Operationen die Wirkung maximieren können, wie Europol jetzt mitteilte.

Da die „Operation Thunderstorm“ enthüllt, wie solch kriminelle Banden die gleichen Wege nutzen wie Netzwerke, die an anderen Verbrechen beteiligt sind, „sendet die Operation eine klare Botschaft an Wilderer, dass sich die Strafverfolgungsgemeinschaft der Welt mit ihnen befasst“, wie Europol ausführt. „Operation Thunderstorm“ wurde von Interpol und der Weltzollorganisation koordiniert. Europol unterstützte die Operation und koordinierte die Aktion in der EU.