LUXEMBURG
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Die verheerenden Überschwemmungen Ende Juli im Großherzogtum und die in diesem Zusammenhang von der Regierung angekündigte finanzielle Unterstützung in Höhe von 30 Millionen Euro für alle Betroffenen der Überschwemmungen vom 22. Juli standen im Mittelpunkt einer parlamentarischen Anfrage der CSV-Nordabgeordneten Martine Hansen an den Familien-, den Wirtschafts-, den Landwirtschafts- und den Infrastrukturminister.

In der nun vorliegenden gemeinsamen Antwort der vier Ministerien weist Ministerin Corinne Cahen darauf hin, dass bis zum vergangenen 27. Oktober 104 Abfragen zwecks Unterstützung nach den Überschwemmungen von 22. Juli 2016 beim Familienministerium eingegangen sind. Von den 104 eingereichten Dossier waren bei der Zustellung 17 oder 16 Prozent komplett. In 19 Dossiers oder 18 Prozent fehlte der Bescheid der Versicherungsgesellschaft betreffend die Deckung des Schadens, die Einkommensbescheinigung fehlte in vier Dossiers (vier Prozent) und in 63 Dossiers (oder 61 Prozent) fehlten gleich mehrere Dokumente.

Eine erste Hilfe

Am vergangenen 27. Oktober waren 60 Dossiers komplett. Bei sieben Dossiers fehlte immer noch der Bescheid der Versicherungsgesellschaft, bei fünf Dossiers Einkommensbescheid, für drei Dossiers stand die Expertise immer noch aus und bei 29 Dossiers fehlen nach wie vor mehrere Dokumente. Ende Oktober hatte das Familienministerium die Bearbeitung von 54 Dossiers abgeschlossen und 47 Haushalten eine Hilfe in Höhe von 719.000 Euro zuerkannt. Es handelt sich hierbei, wie Cahen unterstreicht, um eine „Aide financière destinée au rééquipement de première nécessité“.

Weiter weist Cahen darauf hin, dass bis Ende Oktober das Familienministerium in sechs Fällen eine Hilfe verwehrt hat, da der angeführte Schaden nicht von den Überschwemmungen vom 22. Juli 2016 verursacht worden war.

Ferner hält die Familienministerin fest, dass zwölf Unternehmen und 22 landwirtschaftliche Unternehmen Überschwemmungsschäden angemeldet haben. Am 4. November hat das Landwirtschaftsministerium die Auszahlung von 68.950 Euro an zehn Landwirte angeordnet, um sie für am vergangenen 22. Juli erlittene Überschwemmungsschäden zu entschädigen .