BASCHARAGE

„Käerjeng féiert den Happ“ - Buntes Fest rund um die Bierzutat und die Brauerei Bofferding

Hopfen und Malz, Gott erhalt’s: Nur noch Wasser und Hefe dazu und schon kann man sein Bierchen genießen.

Gestern wurde dem Hopfen in Bascharage gehuldigt. Angebaut wird er in einem „kleinen Hopfengarten“ in unmittelbarer Nähe der Bofferding-Brauerei, die auch heute noch nach dem deutschen Reinheitsgebot braut.

„Wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll“ regelt die Verordnung, die Wilhelm IV., Herzog in Bayern, im April 1516 dem Bayerischen Landständetag in Ingolstadt vorgelegt hat.

Das Gremium billigte die Vorschrift, die seither unter dem Namen „Reinheitsgebot“ bekannt ist. Mit dieser Vorschrift wurde Fälschungen vorgebeugt, vor allem aber chemische oder andere Zusätze ausgeschlossen.

Übrigens: Bevor man Hopfen zur Konservierung und als Aromaspender in der Bierbrauerei einsetzte, wurden alle möglichen anderen Kräuter zum Würzen verwendet. Manche davon waren ausgesprochen giftig und geeignet, Halluzinationen bei den Biertrinkern zu erzeugen.

Was kam alles so hinein? Ochsengalle, Wacholder, Gagel, Schlehe, Eichenrinde, Wermut, Kümmel, Anis, Lorbeer, Schafgarbe, Stechapfel, Enzian, Rosmarin, Rainfarn, Johanniskraut, Fichtenspäne, Kiefernwurzeln, vor allem aber auch Bilsenkraut zählt der deutsche Brauer-Bund auf... So was braucht der Bier-Genießer heute nicht mehr zu fürchten.

Bei Bofferding konnte er sich gestern die Braustätten ansehen und es sich bei einem frischen „Humpen“ gut gehen lassen. LJ