MÜNCHENPATRICK VERSALL

Die bayerische Hauptstadt München eignet sich perfekt für einen Kurztrip mit Kleinkindern

Mit Kleinkindern unter drei Jahren zu verreisen verlangt eine gehörige Portion an Organisationstalent. Reiseblogs-und Veranstalter raten nicht selten, mit dem jungen Nachwuchs den Urlaub in Erlebniszentren zu verbringen, die sich auf eine Familienklientel spezialisiert haben. Wer allerdings mit Kletterparks und Spaßbädern wenig am Hut hat, muss nicht in den eigenen vier Wänden versauern. Einige europäische Städte eignen sich hervorragend dazu, um mit Kind und Kinderwagen bereist zu werden.

Allen voran die bayerische Hauptstadt München, die sich damit rühmt, eine der grünsten Metropolen des alten Kontinents zu sein, indem sie immer wieder auf den Englischen Garten verweist, der es von seiner Pracht und seiner Größe her locker mit solch illustrer Konkurrenz wie dem New Yorker Central Parc aufnehmen kann. Bevor allerdings die Koffer gepackt werden können, stellt sich die obligate Frage nach dem Transportmittel.

Flugzeug bevorzugen

München lässt sich per Auto oder Bahn ansteuern, bzw. mit dem Flugzeug anfliegen. Da die Fahrt mit der Bahn mindestens ein Umsteigen erfordert und die Anreise mit dem Auto bis zu sechs Stunden dauern kann, sollte man die Reise mit dem Flugzeug ins Auge fassen. Mehrmals täglich verbinden Luxair und Lufthansa den Findel mit dem Franz Josef Strauß- Airport. Der moderne Flughafen im Münchener Umland ist über die S-Bahn-Linie S1 mit der Stadt verbunden; wer sich - den Nachwuchs huckepack - unnötigen Stress ersparen möchte, sollte einige Tage vor der Reise ein Taxi samt Kindersitz über ein Shuttleportal bestellen. Der Preis für den Service liegt bei ungefähr 70 Euro.

Für den Aufenthalt mit Kleinkindern bietet sich ein Hotel in der Gegend rund um den Münchener Hauptbahnhof an, da von hier aus per U- oder S-Bahn alle Sehenswürdigkeiten schnell erreichbar sind. Des Weiteren sind vom Hauptbahnhof aus auch der Marienplatz und der Stachus bequem zu Fuß zu erreichen; Kinder jeden Alters werden vom Glockenspiel des Neuen Rathauses am Marienplatz fasziniert sein. Wer nicht sofort per pedes die Stadt erkunden möchte, kann vor dem Hauptbahnhof in einen der roten oder blauen „Hop on, Hop off“- Busse steigen, mit denen man wahlweise eine einstündige oder zweieinhalbstündige Tour durch ganz München unternehmen kann.

Kinder, die sich nicht unbedingt für Doppeldeckerbusse begeistern können, zu Hause aber nur mit Mühe davon abzuhalten sind, nicht auch noch mit dem Dreirad oder Strampelrad ins Bett zu fahren, kann man mit einer Rikscha-Tour überraschen. An den Hot-Spots der Stadt warten die neuerdings mit Werbeschildern zugeklebten Drahtesel auf die Kunden. Die Fahrer haben ihre festen Strecken, in der Regel sind sie aber sehr kulant und gehen auf die individuellen Wünsche der Kunden ein.

In der Rikscha zum Haus der Kunst

In der Rikscha Platz genommen ,kann man sich z.B. am Haus der Kunst vorbei über den Fahrradweg der Prinzregentenstraße kutschieren lassen, um dann vor der Brasserie von Feinkost-Käfer Halt zu machen, um sich zu stärken.

Die preisgünstigere Variante des Käfer-Restaurants bietet Klassiker der europäischen Küche, die sich auch für den Speiseplan der jungen Gäste eignen und teilweise vor den Augen der Hungrigen zubereitet werden. Proviant für zuhause findet der Gast nach dem Verdauungsespresso im angrenzenden Feinkostladen. Mit Kindern in einer Großstadt unterwegs zu sein, heißt nicht automatisch zum Stammkunden von Bulettenrestaurants oder Pizzadiscountern zu mutieren. München ist stolz auf sein qualitativ hochwertiges Gastronomieangebot, in dessen Genuss man kommen kann, ohne dafür das gesamte Urlaubsbudget sprengen zu müssen. Anschließend bietet sich ein Verdauungsspaziergang durch den Englischen Garten an. Über die Prinzregentenstraße gelangt man zu Fuß zum Eisbach, in dem vor den Augen kleiner und großer Parkbesucher die Münchner Surfer bei gutem Wetter auf den Wellen reiten. Die grüne Lunge der Stadt hält für die kleinen Touristen zahlreiche Spiel- und Bolzplätze bereit. Für ein paar Euro können sie am Chinesischen Turm ein paar Runden auf dem historischen Karussell drehen. Sehenswert für Touristen jeglichen Alter sind ebenfalls die Grünanlagen im Alten Botanischen Garten.

München bietet eine endlose Auswahl an kleinen Restaurants und Brasserien, die auch Eltern mit kleinen Schreihälsen einen freundlichen Empfang garantieren. Residiert man in einem Hotel am Hauptbahnhof, so sollte man auf jeden Fall fürs Abendessen einmal einen Abstecher in die Brasserie des Hotel Fleming’s machen, die bis spät abends ausgezeichnete Gerichte für den kleinen und großen Hunger serviert. Tipp: Der Frühling und Sommer sind die besten Jahreszeiten, um München mit Kleinkindern zu bereisen, da Sie so den Oktoberfestmassen aus dem Wege gehen.

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