LUXEMBURG
KIM GREIS

Spielekritik: „Borderlands: The Pre-Sequel“

Borderlands“ ist eine Mischung aus Rollenspiel und Shooter, die sich bis jetzt bewährt hat. Der neue Teil, „Borderlands: The Pre-Sequel“ wurde von 2K Australia und Gearbox Software entwickelt und erzählt, wie der Name es schon andeutet, die Vorgeschichte des zweiten Teils.

In „Borderlands 2“ musste der Spieler den Bösewicht Handsome Jack besiegen. Die Vorgeschichte erzählt dessen Aufstieg. Die auswählbaren Helden (Kammerjäger), von denen der kleine Roboter Claptrap zweifellos der beliebteste ist, dürften eingefleischten Fans der Serie bekannt vorkommen, da sie bereits Auftritte in der Serie hatten. Als Kammerjäger wird man von Jack angeheuert, um die Schatzkammer zu finden, die sich auf dem Mond Elpis befindet. Jacks Raumstation wird aber von General Zarpedon gekapert, sodass der Spieler ihn retten und auf den Mond flüchten muss. Von dort aus soll man Jack helfen die Raumstation zurückzuerobern und sich auf Kammersuche begeben.

Gelungenes Crossover

Anders als in gewöhnlichen Shootern gibt es in „Borderlands“ rollenspieltypische Quests, also Aufgaben die man erfüllen muss. Somit ist das Spielprinzip nicht linear, da man zusätzlich zur Hauptstory Nebenmissionen erfüllen kann. Man entscheidet selbst, was man tut, da einem das Spiel viele Möglichkeiten bietet. Durch erfolgreiches Kämpfen sammelt der Charakter Erfahrung und kann im Level aufsteigen, dadurch erhält er Punkte, die der Spieler benutzen kann, um coole Fähigkeiten für seinen Charakter freizuschalten. Um die Aufgaben zu bewältigen, steht einem ein ganzes Waffenarsenal, das von der einfachen Pistole bis hin zum Raketenwerfer reicht, zur Verfügung. Die Waffen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Art, sondern auch durch die spezifischen Fähigkeiten und Attribute. Neu ist das Oz-Kit, das einen mit Sauerstoff versorgt, welcher in der Atmosphäre von Elpis nicht vorhanden ist. Zudem ist die Schwerkraft auf dem Mond schwächer, was zu zahlreichen, wenig anspruchsvollen, Rätseln führt.

Die Grafik von „Borderlands“ zeichnet sich vor allem durch das umstrittene Cel-Shading aus. Dadurch, dass die Charaktere und die Landschaft comicartig dargestellt werden, erscheinen diese detailreicher als vergleichbare Modelle aus anderen Spielen. Der Soundtrack unterstreicht die verschiedenen Spielabschnitte optimal. Auch an den Synchronsprechern kann man absolut nichts aussetzen.

Einzigartiger Humor

Der schräge Humor, für den die Reihe bekannt ist, kommt auch im neuen Teil nicht zu kurz. In welchem anderen Spiel gibt es Gegner, die Swagman oder Badass heißen? Ist einem der Einzelspielermodus zu langweilig, kann man im Koop-Modus mit bis zu drei Freunden den actiongeladenen Storymodus bewältigen. „Borderlands: The Pre-Sequel“ kann man nur weiterempfehlen, sei es für Fans oder für Neueinsteiger.


Das Spiel gibt es für Xbox 360, PlayStation 3

und PC für 49,99€ im Fachhandel zu kaufen.