CLAUDE KARGER

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Im „tageblatt“ schrieb am Samstag einer einen Abgesang auf einen einstigen Überflieger, „Sëtzlieder“-Champion, Rhetorik-Akrobat und Besitzer von „(fast) hunderttausend Auszeichnungen“. Sie haben es erraten, es handelt sich um den „Chef“, der sich ab sofort voll seiner Regierungsaufgabe in Luxemburg widmen will und mit der Jagd nach Posten in der MerkHol-EU abgeschlossen haben soll.

„Ist da jemand ein bisschen säuerlich?“, pickt das „t“. Und glaubt offensichtlich nicht daran, dass JCJ zuhause noch viel zu Wege bringt. Müde sei er nach 30 Jahren in der Regierung und 18 auf dem Top-Posten. „Nichts Neues, keine neuen Anhaltspunkte, kein richtiger Ausblick, keine politische Strategie für das Land. Jean-Claude Juncker scheint sich mittlerweile selbst zu genügen“, urteilt der Politredakteur aus der Kanalstrasse. Vorbei die Zeiten des herausragenden Politikers, der dem Land, Europa und seiner Partei den Stempel aufgedrückt hat. „Alle Leistungen in Ehren, aber die Frage darf gestellt werden, ob 30 Jahre Regierung nicht genug sind“, so das „t“, „es wäre so weit, und das müssten auch die Wähler erkennen, dass die Zeit eines JCJ, so glorreich sie in der Vergangenheit auch gewesen ist, vorbei ist“. Überraschungen nicht ausgeschlossen.