LUXEMBURG
INGO ZWANK

Luxemburger Polizei beteiligt sich an TISPOL-Projekt „EDWARD“

„Einfach dumm gelaufen“, kommentierte ein Autofahrer schlicht den Umstand, dass er gestern Morgen von der Polizei im Kreisverkehr Gluck herausgewunken wurde - Handy am Steuer, 145 Euro und zwei Punkte. 15 Beamte waren hier im Rahmen des Projekts „EDWARD“ aktiv. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, in den Jahren 2010 bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um die Hälfte zu senken. Von diesem Ziel scheint man jedoch noch weit entfernt zu sein - Luxemburg leider auch. Das europäische Polizeinetzwerk TISPOL („Traffic Information System Police“) hat für den 21. September das Projekt „EDWARD“ ins Leben gerufen. „EDWARD“ steht für „European Day Without A Road Death“, den europäischen Tag ohne einen Verkehrstoten. „Die Verkehrsteilnehmer sollen sich den durch ihr eigenes Verhalten hervorgerufenen Risiken und denjenigen, denen sie selber ausgesetzt sind, bewusst werden“, sagt Thierry Fehr von der Polizei. Daher habe man sich die Aspekte Sicherheitsgurt und Handy im Projekt „EDWARD“ herausgepickt. „Für uns ist die Ablenkung durch die heutigen elektronischen Geräte mit ihren immensen Displays eine der Hauptunfallursache“, resümiert der Beamte, denn chatten, Zeitung lesen und googlen gehörten zum Verkehrsalltag, sagt Fehr. Dabei ginge es nicht darum, möglichst viele Verkehrssünder zu ertappen. „Wir wollen vor allem präventiv mit dieser Aktion vorgehen“, sagt Fehr.