LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Frage der Anträge von Grenzgängern bleibt vorerst offen -Zahl der Studienbeihilfen wächst

In der zentralen Frage, wie die Reform des Studienbeihilfengesetzes künftig aussehen wird, war auf der Pressekonferenz zur „Rentrée académique“ von Ministerin Hansen nach den Treffen mit OGBL und LCGB nichts Neues zu erfahren. Dafür zeigt der Rückblick auf das vergangene akademische Jahr, dass die Zahl der bewilligten Anträge für Studienbeihilfen weiter steigt.

Vergangenes Jahr beantragten 1.200 Studenten mehr als im Jahr zuvor finanzielle Beihilfen beim Cedies. Folgerichtig stieg auch die Gesamtsumme der gewährten Beihilfen: 8 Millionen Euro mehr an Börsen wurden ausbezahlt, das sind im vergangenen Jahr insgesamt rund 94 Millionen Euro. Die Darlehenssumme wuchs um 8,5 Millionen Euro auf 102,5 Millionen Euro an. Zu 65,75 Prozent gingen die Beihilfen an Luxemburger, das entspricht 10.250 von insgesamt 15.587 bewilligten Anträgen.

Ansammlung von 7.622 Anträgen von Grenzgängern

Die Reform des Studienbeihilfengesetzes sieht wie bereits bekannt eine Basisprämie vor, zu der sich eine komplementäre Prämie gesellt, die sich nach bestimmten, aber noch nicht definierten Kriterien richten soll. Zur Klärung dieser Fragen wird sich die Ministerin nach dem Zusammentreffen mit LCGB und OGBL heute wiederholt mit Studentenvertretern treffen. Auskunft gab die Ministerin in der Frage, was mit den offenen Anträgen von Grenzgängern geschehen soll. Derzeit liegen etwas mehr als 7.600 Anträge aus den vergangenen Jahren vor, für dieses akademische Jahr sind es bisher 150. Hier will die Ministerin das Urteil des Verwaltungsgerichts abwarten, bevor man eine Entscheidung treffen will. Rund 1.000 Bewerber hatten vor Gericht Einspruch gegen ihren abgelehnten Beihilfenantrag erhoben.

An der Universität Luxemburg konnten im vergangenen Jahr rund 600 mehr Einschreibungen verzeichnet werden. Das entspricht 6.288 Studierenden, in etwa 1.000 mehr als noch 2010/2011. 47,4 Prozent davon sind luxemburgischer Nationalität, 52,6 Prozent teilen sich auf fast 100 Nationalitäten auf. Sind die meisten davon in Bachelor-Studiengängen unterwegs, so wächst die Zahl der Doktoranden über die vergangenen Jahre kontinuierlich an - im vergangenen Jahr auf 459. 18,12 Prozent waren vergangenes Jahr in einem Masterprogramm - auch hier ein Wachstumstrend.

Auch bei den „Brevets de Technicien Supérieur“, die Hansen in Zukunft weiter fördern will, stehen die Zeichen auf Wachstum. Stagnierten die Einschreibungen 2010 und 2011 noch bei etwa 307 Zählern, so waren es im vergangenen Jahr 427, vor allem im Gesundheitsbereich (184), direkt gefolgt vom Handel (138).Seite 17