PASCAL STEINWACHS

Im Vorfeld der Europawahlen fühlte sich das Esch/Alzetter „Tageblatt“ gestern bemüßigt, auch die Esch/Alzetter zu ihrem Verhältnis zu Europa zu befragen. Die Resonanz war überwältigend: „Dajee alt, ech affere mech gären“, „Mit meinen Kunden spreche ich nie über Politik“, „Wir in Luxemburg sind noch auf einer Insel“, „Wir haben keine Führungsrolle“, wobei letztgenannte Esch/Alzetterin - eine „gebürtige Portugiesin“ - aber noch ganz andere Trümpfe hat: „Das Acapulco-Kaffeeservice von Villeroy&Boch, das sie im Schaufenster feilbietet, sei nahezu komplett“. Wirklich crazy, dieses Europa.

Mit Europa befasst, hat sich dieser Tage aber auch „Die Zeit“, die - Europa kann ganz schön anstrengend sein - 23 Studenten an 23 Mensas an 23 Universitäten in 23 Ländern befragte. Derweil in Bulgarien drei Gänge (Hühnersuppe, Moussaka und ein Eclair) für 75 Cent zuhaben sind, gibt‘s in Luxemburg „Camembert im Speckmantel, dazu Entrecôte in Pfeffersauce mit Pommes Frites und Schnittlauch-Ratatouille“ für 5,10 Euro. Und das unglaublichste an der großherzoglichen Esch/Belval-Schule: „Überall gibt es Rolltreppen und in die Türen in der Bib sind iPads eingebaut“. So macht Europa Spaß...