PASCAL STEINWACHS

So Nabel-der-Welt’lig, wie Europa sich selbst immer sieht, ist es natürlich gar nicht, soll es doch Leute geben, die mit Europa nichts anzufangen wissen, so auch ein gewisser Donald Trump, der sich in einem aktuellen Interview nicht mal an den Namen des EU-Kommissionschefs erinnern konnte. So soll der Bald-Präsident den interviewenden Journalisten erzählt haben, „dass ihn ein netter Herr von der EU“ angerufen habe, um ihm zur Wahl zu gratulieren („ein sehr angenehmer Herr rief mich an“), aber er habe den Namen nicht mehr gewusst, wie „Bild“-Interviewer Diekmann jetzt der FAZ verriet: „Wir haben ihm dann weitergeholfen: Ein Herr Juncker? Ach ja, stimmt, Juncker hieß der“.

Apropos Europa. In einem rezenten Gespräch mit dem Fachblatt „liberal - Das Magazin für die Freiheit“ wird Staatspremier Bettel mit der Aussage „Brüssel sind wir alle“ zitiert. Die EU sei zwar „körperlich gesund“, so Bettel, „die Stimmung ist nur gerade ziemlich im Keller und wir benötigen eher einen Mentaltrainer als einen Herzchirurgen, um die EU wieder fit zu bekommen“.

Dass Europa aber auch arg toll und verbindend sein kann, das bewiesen am Sonntag die beiden Buddies Jean Asselborn und Frank-Walter Steinmeier, die schon wieder - diesmal aber angezogen - gemeinsam mit dem
Flugzeug flogen, wie das Auswärtige Amt jetzt ziemlich stolz tweetete: „Gemeinsame Weiterreise: #Steinmeier+Luxemburgs AM #Asselborn fliegen nach #Nahost-Konferenz in #Paris zum #EU-Außenrat nach #Brüssel @MFA_Lu“. Vielleicht darf Juncker, wenn er mit Donald Trump per Du ist, ja eines Tages auch in der „Air Force One“ mitfliegen...