CLAUDE KARGER

Ein Kommentator im „T“ hat die „Achillesferse“ der heimlichen CSV-Zentrums-Spitzenkandidatin ausgemacht. Die Ex-EU-Kommissionsvizebossin und Noch-Europaparlamentarierin sitze nämlich in allerlei Kuratorien und Verwaltungsräten, was „Anti-Lobbyismus-Gruppen“ ein mächtiger Dorn im Auge sei. Die Achillesferse von Truthähnen sind indes nasse Füße, wie am Wochenende bei der Sozi-Süd-Sause zu erfahren war, wo der parteiinterne Geflügel-Spezialist die CSV mit einem Schnudelhuhnrudel verglich. Eine RTL-Kommentatorin fand die Einlage dieser Tage sogar pädagogisch wertvoll - „ech weess elo schonn, datt et net aartgerecht wier, wann ech se géif an der Buedbidden halen“ - und hofft indes, dass die Christsozialen den Anwurf nicht zu ernst nehmen, „net datt déi an den nächste Méint d’Féiss net méi wäschen, dat géif ee schéint Gemëffels ginn an dat muss jo net sinn.“ In der Tat. Was auch nicht sein muss, findet der „Télécran“-„Durchsager“, sind Gemeindechefs in der „Chamber“. Das sollte mal abgeschafft werden, „in der Praxis jedoch scheint es in der Luxemburger Politik nur noch Wundermänner und Wunderfrauen zu geben, denen nichts lieber ist als ein 25-Stunden-Tag“. Aber selbst Supermenschen haben eine Achillesferse, nicht wahr? Und Doppelmandate als Achillesferse für die politische Erneuerung? Da mag was dran sein.