CLAUDE KARGER

Bei der „Revue“ geht‘s in „Fouer“-Zeiten natürlich immer ordentlich rund, da wird aus der Wochenaktualität schon mal eine „gemächliche Karussellfahrt“. Allerdings lernt man in der dieswöchigen Ausgabe wieder einiges dazu. Zum Beispiel dass die rüstige Altpolitikerin Astrid Lulling, von der man dachte, sie hätte sich in ihrem langen Leben an gehörige Auf und Abs gewöhnt, so Berg- und Tal-Geschichten eigentlich gar nicht mag.

„In den 70er Jahren, als ich bereits Bürgermeisterin der Stadt Schifflingen war, saß ich zum ersten Mal auf einer Achterbahn. Das war auch das letzte Mal. Ich hatte zuviel Angst“. In die gruseligste Geisterbahn verbannte indes der „Wort“-Leitartikler gestern die Limosteuer, die außer der Gesundheitsministerin offenbar niemand will.

Denn: „Die Zuckersteuer wäre am Ende sozialistische Bevormundung mit sozialer Ungerechtigkeit“. Und überhaupt! „Sind wir inzwischen tatsächlich dermaßen unmündige Trottel geworden, dass der Staat uns den von ihm gewünschten Lebensstil unterschieben kann?“

Äußerst berechtigte Fragen. Wir jedenfalls lassen uns die „Gromperekichelcher“ auf der „Fouer“ schmecken. Die frittierten Kartoffelpuffer haben übrigens nun auch eine lecker Hip-Hop-Hymne. Merci, Pawentaore.