LUXEMBURG
MARCO MENG

Satellitenbetreiber SES steigert Gewinn

Der weltweit führende Satellitenbetreiber SES hat im vergangenen Jahr den Konzerngewinn um fünf Prozent auf 648,8 Millionen Euro gesteigert (2011 waren es 617,7 Millionen Euro gewesen). Der Umsatzerlös stieg um 5,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

Der ausgewiesene Betriebsgewinn ging mit 790,5 Millionen Euro um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 808,2 Millionen leicht zurück, vor allem eine Folge der Flottenausweitung und Abschreibungen auf Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit Schaltkreisproblemen auf Sonnenkollektoren auf dem Satelliten AMC-16.

„2012 war ein Jahr von wesentlicher Bedeutung für SES, da in Deutschland die analoge TV-Ausstrahlung via Satellit beendet wurde, was Umsatzeinbußen von 108 Millionen Euro zur Folge hatte. Allerdings konnten wir dies dank unserer robusten Umsatz-Pipeline nicht nur wettmachen, sondern sogar, in absoluten Zahlen gemessen, eine Umsatzsteigerung erzielen“, kommentiert Romain Bausch, Präsident und CEO von SES.

Im Jahresverlauf hatten zahlreiche Kapazitätsbereitstellungsverträge verlängert werden können.

Weiteres Wachstum auch 2013

Nachdem 2012 drei Satelliten gestartet wurden, wird SES im laufenden Jahr vier weitere Satelliten ins All bringen, drei davon im Juni, und damit über 100 neue Transponder in den Bestand aufnehmen können. Für die kommenden drei Jahre würde SES nach wie vor an der Prognose für das durchschnittliche Jahreswachstum von Umsatz und Vorsteuergewinn (EBITDA) in Höhe von 4,5 Prozent festhalten, so Bausch. „Wir bauen darüber hinaus ebenfalls auf erfolgreiche Raketenstarts und die Inbetriebnahme von Satelliten des Betreibers O3b Networks. Dieses versprechende Unternehmen dürfte uns in den kommenden Jahren eine substanzielle Wertsteigerung bringen.“ Die Auftragsbücher des Konzerns sind gefüllt. Zum Jahresende erreichte der Auftragsbestand der Gruppe sogar einen historischen Höchststand mit 7,5 Milliarden Euro, was einem Anstieg um 500 Millionen Euro gegenüber 2011 entspricht. Die Investitionsausgaben sollen in den nächsten Jahren zudem auf höchstens 450 Millionen Euro sinken. Gleichzeitig mit dem guten Geschäftsergebnis gab das Unternehmen gestern bekannt, dass der Verwaltungsrat Padraig McCarthy zum Chief Financial Officer (CFO) und Direktionsmitglied der Gesellschaft ernannt hat. Andrew Browne, der aktuelle Finanzdirektor, geht wieder zu seinem alten Unternehmen O3b Networks zurück, an dem SES mit 47 Prozent beteiligt ist. Der neue Finanzchef McCarthy, der sei 1995 bei SES ist, tritt sein neues Amt im April an.