PASCAL STEINWACHS

Ein besseres Nation Branding als dieses LuxLeaks-Dings hätte sich Luxemburg nicht wünschen können, invadieren doch deswegen gerade mehrere Handvoll überregionale Journalisten das Städtchen, die somit mit eigenen Augen sehen können, dass dieses nicht nur aus Banken und Briefkästen, sondern auch noch aus kitschigen Gerichtsgebäuden besteht. Ein gewisser „Etienne Schneider“ nutzte indes die Gelegenheit, um die überregionalen Journalisten, wenn sie dann schon mal hier sind, auf Twitter auf ein anderes Großereignis aufmerksam zu machen, nämlich die staatspremierliche Erklärung zur sogenannten Lage der Nation, die wegen dem LuxLeaks-Gedöns aber leider etwas unterging: „Dear international press, after #LuxLeaks trial opening, afterparty @ChambreLux - codename #Etat2016 feat. DJ #DeXav“.

Dann fand gestern aber auch noch ein drittes Großereignis statt, nämlich das 30-jährige Jubiläum von Tschernobyl, was den Internet-„Essentiel“ dazu bewog, ein altes Interview mit dem „Voices from Chernobyl“-Regisseur Pol Cruchten zu veröffentlichen, in dem dieser gesteht, „auch in Tschernobyl übernachtet“ zu haben, zwar ohne Jodpillen, dafür aber mit einem „Strahlungssender“. Fast so mutig wie Antoine Deltour...