LUXEMBURG
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Neues Mineral „Luxembourgite“ in der Kupfermine in Stolzemburg entdeckt

Es war ein Zufall, was da bei Arbeiten der SEO (Société Electrique de l’Our) im Norden des Landes in der Nähe der ehemaligen Kupfermine Stolzemburg gefunden wurde. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Mineralogieabteilung des „Musée national d’histoire naturelle“, Jean-Baptiste Burnet, brachte die ersten Proben für das Studium im Museum zurück. Es war ein mikroskopisches Mineral, aber mit einer atypischen Zusammensetzung, wie gestern offiziell mitgeteilt wurde. Seine Länge beträgt im Durchschnitt 0,2 mm und es war etwa zehnmal dünner als ein Haar. Seine Chemie ist für unsere Regionen außergewöhnlich. Die Zusammensetzung: Silber, Kupfer, Blei, Wismut und Selen. Seine offizielle Formel: AgCuPbBi4Se8.

Bis heute gibt es rund 5.400 offiziell anerkannte Mineralien. Die Anzahl der Mineralarten ist im Vergleich zu anderen Arten in der Wissenschaften sehr gering. In der Zoologie wird die Anzahl der Arten auf 1.200.000 geschätzt, von denen die überwiegende Mehrheit Insekten sind, so das „Musée national d’histoire naturelle“.

In der Botanik wird geschätzt, dass man, Gefäßpflanzen und Bryophyten zusammen, 410.000 Arten erreicht. Die Anzahl der bekannten Mineralien ist sehr ähnlich wie bei Säugetieren. Die Entdeckung einer neuen Mineralart ist daher ein Sensation. Ergänzend dazu wird vom Museum ausgeführt, dass es in der Mineralogie im Durchschnitt etwa fünfzig neue Entdeckungen pro Jahr auf der Welt gibt. Das Museum spricht von einem spektakulären Fund, der von der „International Mineralogical Association“ nun bestätigt wurde - und was den Namen Luxembourgite trägt. IZ


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