CLAUDE KARGER

„Politiker sollte man unter anderem daran messen, wie es mit der Kohärenz zwischen ihren Worten und Taten steht“, meinte gestern der Chefmechaniker des dicksten Oppositions-Trekkers im „Land“. „Wenn große Ankündigungen in der Praxis verpuffen oder der eigentliche Hintergrund bestimmter Maßnahmen verschwiegen oder nur vage angedeutet wird, verlieren die Wähler rasch das Vertrauen“. Da dachten wir doch glatt, der würde in den Riesen-Rückspiegel seines Vehikels gucken. Aber Nein. Es gibt Saures für die dreisten Drei, die „nach nur knapp einem Jahr viel verspielt“ hätten. Dabei hatten sie noch kaum Zeit zu spielen, sind sie doch noch immer mächtig damit beschäftigt, dornige Hinterlassenschaften aus dem Sandkasten zu befördern. Was den Umfragewerten natürlich nicht doll bekommt. „Als Konsequenz zieht der Premierminister in Erwägung, die Politik zu verlassen und ins Filmgeschäft zu wechseln (so haben wir das jedenfalls verstanden)“, weiß das „forum“ über den Kapitän des „zwischen Katerstimmung und bester Laune“ schwankenden Regierungsboots. Kinotalent hat allemal auch Bettels 1. Offizier, der sich jüngst gar als liberaler belgischer Regierungsskipper verkleidete und ein Foto mit dem Original zwitscherte. Das „Land“ erinnert sich beim dem Anblick glatt an Matrix-Bösewicht Agent Smith. Nicht die beste Rolle für den Anfang.