LUXEMBURG
LJ

Das kommt nicht alle Tage vor: Vergangene Woche wurde die „Luxembourg Air Rescue“ von der Verwaltung der tropischen Insel „Ascension Island“ kontaktiert, um eine britische Staatsbürgerin, die dort Opfer einer Haiattacke wurde, zurück nach London zu fliegen. Frankie Gonsalves, ein Mitglied der Regierung des britischen Überseeterritoriums hatte bei dem Angriff in der Bucht von Ascension schwerste Bissverletzungen am Bein erlitten. Ihr Gatte Dean, mit dem sie in der Bucht schnorchelte, hatte auf den Hai eingedroschen und ihn so in die Flucht geschlagen.

Medizinische Infrastruktur auf den Atlantikinseln begrenzt

Der Rückholungsflug nach Großbritannien war nötig geworden, weil die medizinische Infrastruktur der britischen Atlantikinseln begrenzt ist. Auf der entlegenen Inselgruppe St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha leben weniger als 6.000 Menschen.
Unverzüglich nach dem Hilferuf hatte die LAR Alarmzentrale die Rückholung der Patientin vorbereitet, heisst es in einer Pressemitteilung der LAR.

Zwei Tankzwischenlandungen

Es galt, die Flugroute zu planen und die Überfluggenehmigungen sowie die Landgenehmigungen für die Tankzwischenstopps einzuholen. denn vom Flughafen Findel bis zur 7.080 km entfernten kleinen tropischen Insel im Südatlantik zwischen Afrika und Südamerika waren zwei Tankzwischenlandungen notwendig, einmal in Agadir und anschließend nochmals in der liberischen Hauptstadt Monrovia. Für den Rückflug von Ascension zur 7.070 km entfernten britischen Hauptstadt musste ebenfalls zweimal zwischengelandet werden, in der guineischen Hauptstadt Conakry und erneut in Agadir. Die Patientin wurde von einem LAR Notarzt und einem LAR Intensivkrankenpfleger im Krankenhaus auf Ascension abgeholt, um an Bord eines medizinisch vollausgestatteten LAR LearJet nach London ausgeflogen zu werden. Unterwegs versorgte das medizinische LAR Personal die schwerverletzte Britin und betreute sie bis zu ihrer Ankunft im Zielkrankenhaus in London, wo es sie an das behandelnde Ärztepersonal übergab.

„Luxembourg Air Rescue genießt mittlerweile ein weltweites Renommee und ist ein gefragter Partner im Bereich der Repatriierungsflüge von Intensivpatienten“

Es ist übrigens bereits zum dritten Mal, dass ein LAR LearJet Ascension anfliegt, um Patienten im Auftrag des „Ascension Island Government“ zu repatriieren. „Luxembourg Air Rescue genießt mittlerweile ein weltweites Renommee und ist ein gefragter Partner im Bereich der Repatriierungsflüge von Intensivpatienten. Dass unser Bekanntheitsgrad in den letzten Jahren stark zugenommen hat, liegt vor allem daran, dass wir unsere Flotte erneuert haben. So verfügen wir mittlerweile über 5 hochmoderne Ambulanzflugzeuge und gehören damit weltweit zu den modernsten Ambulanzflugzeuganbietern. Hinzu kommt, dass wir letztes Jahr bei der alljährlichen globalen Konferenz des „International Travel & Health Journal“ (ITIJ) in Berlin den Preis des besten Ambulanzflugzeuganbieters gewonnen haben“, wird LAR Präsident René Closter in einer Pressemitteilung zitiert.