LUXEMBURG
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Legislative Anpassungen könnten nach Analyse in Luxemburg nötig werden

Der US-amerikanische Dienst Airbnb ermöglicht es Privatpersonen, Teile ihrer Wohnung für andere zur Übernachtung freizustellen. Dies geschieht kurzfristig und nur für eine kurze Dauer. Deshalb würde man es auch nicht als Zweck einer kommerziellen Gesellschaft bezeichnen. Dies bestätigt der Finanzminister Pierre Gramegna (DP) zusammen mit Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) und Mittelstandsminister Lex Delles (DP) in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Piraten-Abgeordneten Sven Clement. Die Einkünfte müssten als kommerzielle Aktivität bei der Steuererklärung in der Kategorie Nummer 1 angegeben werden. Wer jedoch ein Frühstück anbietet, leistet eine kommerzielle Leistung. Dann sei auch eine Handelsermächtigung notwendig.

Weiter würde man aktuell analysieren, inwiefern Gesetzestexte angepasst werden müssten. Luxemburg benötige klare und verständliche Kriterien, in denen festgehalten wird, ob und wann die Vermietung als professionelle Aktivität bezeichnet werden könnte.

Absprache möglich

Eine Studie zu den Auswirkungen der Plattform stehe kurz vor dem Abschluss, sagen die Minister. In den kommenden Monaten würden Energie- und Wirtschaftsminister einen breiten Austausch-Workshop organisieren, um die Resultate zu präsentieren und zu diskutieren.

Eine Absprache zwischen Airbnb und dem luxemburgischen Steueramt bestehe jedoch nicht. Es würden also keine Einkünfte automatisch beim Steueramt gemeldet. Auf Ebene der Europäischen Union würden allerdings entsprechende Gespräche geführt werden. Dies geschehe im Rahmen einer „Fiscalis“ Projektgruppe.