LUXEMBURG
MARCO WAGENER

Drei Vereinigungen aus dem Sozialbereich – Jongenheem, Aarbechtshëllef und Solidarité Jeunes – haben nun beschlossen, sich unter der Dachstruktur einer Stiftung zu versammeln. Warum das so ist, erklärt Verwaltungsratspräsident Marco Wagener.

„Die drei Vereinigungen sind seit langem im Sozialbereich tätig. Die Jongenheem asbl gibt es bereits seit 1976. Sie wurde mit dem Zweck gegründet, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Möglichkeit zu geben, soziale und berufliche Kompetenzen zu erwerben, um richtig in die Arbeitswelt zu starten.

Die Aarbechtshëllef asbl besteht seit 1983. Sie hilft Arbeitssuchenden zurück auf den ersten Arbeitsmarkt zu finden. Und die Solidarité Jeunes asbl wurde 2012 gegründet, mit dem Zweck, Kinder, junge Erwachsene und auch Familien in Schwierigkeiten zu begleiten und für ihr Wohlergehen zu sorgen. Sie betreibt in diesem Sinne eine Reihe von Strukturen, wie das ‚Péitrusshaus‘, das ‚Haus 13‘ und eine Reihe von Foyers, in denen die Betroffenen Unterschlupf und fachgerechte Betreuung finden. Mit dem Impuls-Dienst wurde auch eine Stelle für die Betreuung von jugendlichen Drogenkonsumenten geschaffen.

Diese Vereinigungen, die mittlerweile insgesamt rund 200 Mitarbeiter zählen, helfen jährlich mehreren hundert Betroffenen, sich fit zu machen für ihre volle und autonome Teilnahme an der Gesellschaft und an der Arbeitswelt.

Die asbls arbeiten zudem sehr eng zusammen, so dass bereits vor einigen Jahren die Idee aufkam, sie irgendwie unter einer Dachstruktur zusammen zu führen. Eine Idee, die vor kurzem wieder aufgegriffen wurde und zur Gründung der Solina Stiftung führte, kurz für ‚Solidarité, inclusion et accompagnement‘.

Sie bietet einen besseren Rahmen, um mit dem Input der Vereinigungen, die allesamt bestehen bleiben, neue Projekte zu entwickeln und auch Gelder dafür zu sammeln. Denn die Spenden an eine Stiftung sind ja steuerlich absetzbar. Es gibt auch immer wieder notwendige Leistungen, die nicht mit den bestehenden Mitteln der Vereinigungen bestritten werden können. Ich denke da an spezielle Therapien, die oft einen Auslandsaufenthalt erfordern. Solche Projekte könnte die Stiftung fördern.

Desweiteren bietet die Stiftungsgründung die Gelegenheit, eine neue, gemeinsame visuelle Identität für alle Vereinigungen zu schaffen und auch gemeinsame Events zu Thematiken bezüglich der sozialen Inklusion zu veranstalten. Die erste Solina-Veranstaltung findet übrigens am 11. November in der Arbeitnehmerkammer statt. Dann wird Dr. Marianne Roessler aus Wien über das so genannte ‚SEN-Modell als Methodik in der sozialen Arbeit‘ referieren. Es geht bei diesem Modell um sicherheitsorientiertes Handeln und eine lösungsorientierte Praxis. Die Veranstaltung beginnt um 9.00 und jeder Interessierte ist herzlich willkommen.“