LUXEMBURG
LJ

Umweltministerin Carole Dieschbourg in der Beantwortung einer parlamentarische Anfrage von Laurent Zeimet betreffend die Eichenprozessionsspinner

Wie in den vergangenen Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner vermehrt im Großherzogtum aus. Er hat es nun in eine parlamentarische Anfrage des CSV-Südabgeordneten Laurent Zeimet geschafft, der eine Reihe von Informationen in diesem Zusammenhang von Umweltministerin Carole Dieschbourg will.

In der nun vorliegenden Antwort weist Umweltministerin Dieschbourg darauf hin, dass „aktuell vor allem der Süden, die Region entlang der Mosel sowie das Zentrum des Landes betroffen“ sind. Im Norden ist derzeit die Region Diekirch betroffen. Ferner hält Dieschbourg fest, dass das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit der Naturverwaltung und anderen Verwaltungen und Vereinigungen derzeit mit der Ausarbeitung eines Aktionsplans beschäftig, „um künftig besser auf diese Problematik vorbereitet zu sein“. Derzeit ist keine staatliche Unterstützung für die Entfernung der Eichenprozessionsspinner vorgesehen ist, weder für Gemeinden noch für Privatpersonen.

Vermehrtes Auftreten der Eichenprozessionsspinner hat mehrere Ursachen

Was nun die eventuelle Eindämmung des Eichenprozessionsspinners anbelangt, so wies Ministerin Dieschbourg darauf hin, dass das vermehrte Aufkommen des Eichenprozessionsspinners „mehrere Ursachen“ haben kann. „Natürliche Fluktuationen in der Populationsdynamik, aber auch die für die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners günstigen klimatischen Bedingungen dieses Frühjahrs können einen Einfluss auf seine Verbreitung haben. Diese Faktoren haben einen maßgeblichen Einfluss auf eine potentielle Prävention und Maßnahmen“.

Als Prävention können, wie Umweltministerin weiter unterstreicht, „langfristige Maßnahmen wie das Vermeiden von Eichenpflanzungen an vielbesuchten Orten wie Schulen, Parks oder Alleen“ dienen. Im Zusammenhang mit dem weltweiten Biodiversitätsverlust und Artensterben „sollten Pestizide nur als allerletzte Option in Betracht gezogen werden, da bis dato alle verfügbaren Mittel nicht über die gewünschte Selektivität verfügen und somit auch für andere Insekten, und letztendlich auch für das gesamte Ökosystem, schädlich sind“, meint Dieschbourg weiter. Auch rät die Ministerin von der „Bekämpfung mittels Insektiziden außerhalb des unmittelbaren Gefährdungsbereiches für Menschen“ ab, dies „aufgrund der potenziellen schweren Umweltschäden“.

Mechanische Entfernung sinnvoll

„Ab dem Ausbilden der Spiegelhaare im dritten Larvenstadium ist lediglich die mechanische Entfernung sinnvoll“, sagt die Ministerin. „Das mechanische Entfernen der Nester ist sowohl hier in Luxemburg als auch im Ausland eine verbreitete Maßnahme“.