Der Film „I am Femen“, der im Rahmen der Luxembourg City Film Festival seine Luxemburg-Premiere feierte, begleitet die junge Frau Oksana Shachko von der Gründung der Frauenbewegung „Femen“ bis heute. Gemeinsam mit Anna Hutsol, Alexandra Svechenko und Inna Svechenko gründeten sie diese Bewegung als Protest gegen den Sextourismus in der Ukraine im Jahre 2008.
„I am Femen“ ist ein Porträt von Frauen, die mutig sind und für ihre Rechte kämpfen, obwohl sie der Gefahr von Polizisten aufgehalten oder geschlagen zu werden, ausgesetzt sind. Am Anfang des Films lernen die Zuschauer Oksana und ihr Leben genauer kennen. Die junge Frau interessierte sich seit der Kindheit für Ikonografien und wollte ins Kloster gehen. Mit den drei anderen Frauen gründete sie in ihrem Heimatdorf die Femenbewegung. Sie zogen weiter nach Kiev, wo sie mehr Anhänger fanden.Seit 2009 protestieren sie halb nackt auf der Straße gegen die Regierung, werden seitdem von der Polizei verfolgt und malträtiert. Doch sie geben nicht auf und protestieren auch in anderen Ländern wie in Frankreich oder Weißrussland
Zu Besuch in Paris
Der Film gibt gewährt auch Einblicke in den Sitz der Bewegung in Paris, wo die meisten Anhänger heute leben Die Femen-Mitglieder haben aus Angst um ihr Leben und um ihre Freiheit ihren Sitz von Kiev nach Paris verlagert, fingen in der französischen Hauptstadt ein neues Leben in Paris an. Oksana Shachko erklärt im Dokumentarfilm von Alain Margot, dass ihre Form des Protests verstärkt werden und radikalisiert werden soll. Anna Huzol, eine weitere Femen-Gründerin, die im Film auch zu Wort kommt, ist der Meinung, dass diese Form von Protest klappt, weil Menschen nicht von attraktiven Frauen erwarten, dass sie politisch aktiv werden und auf diese Weise für ihre Rechte kämpfen wollen.
Femen hat viele Gegner, von manchen Feministinnen werden sie nicht als Feministinnen wahr genommen.
Die Art und Weise wie sie protestieren möge nicht jedem gefallen, aber sie würden die Politik gerne verändern, lassen die interviewten Mitglieder verlauten. Sie würden nicht stumm bleiben, sondern die Menschheit anschreien, um ihr die Augen zu öffnen, damit sie nicht weg sieht.
Einige wie Oxana mussten wegen ihren Aktionen auch ins Gefängnis gehen. Femen bedeute auch ein gefährliches Leben zu führen, aber man sei nie alleine, weil es sich um eine große Familie von Frauen handele.


