Es wird noch heißer! Das offizielle Wetterportal Meteolux erwartet bis zu 39 Grad Celsius am Samstag, der der wärmste Tag des Jahres werden könnte. Damit würde die Temperatur in der Nähe des Rekords liegen, der 1947 am Findel gemessen wurde. Gestern schon überstieg die Temperatur lokal 35 Grad, in der Nacht kühlt es nur auf 20 bis 24 Grad ab.
Schuld an der Hitzewelle sind heiße Luftmassen aus der iberischen Halbinsel, die nun gen Nordosten ziehen.
Schwierigkeiten durch Ozon
Meteolux hat die Temperatur-Alarmstufe nun von Orange auf Rot erhöht. Das bedeutet, dass man eine ganze Reihe von Vorkehrungen treffen sollte, um mit der Hitze klar zu kommen.
Auch die Ozonkonzentration steigt. Ozon ist ein Element aus drei Sauerstoffatomen, auch genannt O3. Es kann gesundheitsschädlich sein.
Es entsteht bei intensiver Sonneneinstrahlung durch komplexe chemische Prozesse. Hohe Lufttemperaturen und starke Sonneneinstrahlung erhöhen die Entstehung von bodennahem Ozon in der Atmosphäre. Da der Straßenverkehr und der Gebrauch organischer Lösungsmittel zu den wichtigsten Quellen der umweltschädlichen Vorläufergase - Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen gehören, welche zur exzessiven Bildung von Ozon führen, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, um die Entstehung von Ozon zu bremsen.
Besser den öffentlichen Transportbenutzen
Verbindlich bei einer hohen Ozonkonzentration von über 160 Mikrogramm pro Kubikmeter wie es derzeit der Fall ist - heute wird eine Konzentration von bis zu 200 Mikrogramm pro Kubikmeter erwartet - , ist die Beschränkung der Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge auf den Autobahnen auf 90 km/h, gemäß Artikel 150 bis der Straßenverkehrsordnung.
Auf den Autobahnen wird das auf den Leuchttafeln angezeigt, aber auch auf den sonstigen Straßen muss man sich daran halten. Empfohlen wird denn auch, nicht das Auto sondern die öffentlichen Transportmittel zu benutzen, jegliche Nutzung von Fahrzeugen mit hohen Abgaswerten, insbesondere solcher ohne Katalysator und alter Fahrzeuge mit Dieselmotor, zu meiden, genau wie den Gebrauch von Farbe und andere Produkten, die organische Lösungsmittel enthalten. Wissenswert ist auch, dass im Innern der Gebäude die Ozonkonzentrationen generell auf die Hälfte reduziert sind. Das Umweltamt, mit Hilfe eines automatisierten Netzwerks der Fernüberwachung der Luftqualität, unternimmt kontinuierliche Messungen, unter anderem der Konzentration des bodennahen Ozons.
Links zu Tipps für den Umgang mit der Hitze
Hierzu wurde eine interaktive Kartographie eingerichtet, welche es erlaubt sich in Echtzeit über den Stand der Konzentration bestimmter relevanter Luftschadstoffe in Kenntnis zu setzen.
Sie kann auf dem Internetportal www.emwelt.lu (Rubrik: Liens rapides / Qualité air) eingesehen werden. Die Wetterprognosen indes sind im Detail auf www.meteolux.lu verfügbar, auf www.infocrise.lu oder www.sante.public.lu.
Auf der Webseite des Gesundheitsministeriums gibt es auch eine ganze Reihe von Informationen über den Umgang mit der Hitze. Hier der Direktlink: tinyurl.com/prxzetg. Bislang haben sich etwa 60 Senioren über 75 beim „Plan Canicule“ angemeldet, wie das Gesundheitsministerium gestern mitteilte. Sie werden regelmäßig von Pflegern besucht, die nachsehen, ob sie keine hitzebedingten Probleme haben und genügend Wasser trinken. Das Anmeldeformular finden Sie hier:
tinyurl.com/p59tkqf



