BERLIN/LONDON/PARIS
DPA/LJ

Anti-Kriegsdemonstranten gingen europaweit auf die Straße

Die Aleppo-Proteste in Luxemburg standen nicht allein: Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in verschiedenen europäischen Städten gegen den Krieg in Syrien protestiert. So etwa in Deutschland: In Stuttgart waren rund 2.200 Menschen dabei, in Berlin beteiligten sich an zwei Demonstrationen nach Polizeiangaben insgesamt rund 2.100 Menschen, in Mannheim rund 1.500, in Hamburg 800.

Auch in anderen Städten Europas gab es Proteste. In London protestierten Menschen gegen den Krieg in Syrien und forderten ihre Regierung auf, mehr für die eingeschlossenen Einwohner der umkämpften Stadt Aleppo zu tun. Nach Polizeiangaben verlief die Demonstration friedlich. In Lyon gingen auch etliche Demonstranten auf die Straße, ebenso wie in Paris - hier waren unter anderem Plakate mit dem Sprechzug „Vive l'Armée Syrienne Libre“ - „lang lebe die Freie Syrische Armee“ - zu sehen. Auf anderen Plakaten waren Forderungen nach Schutz für Zivilisten in der syrischen Stadt Aleppo zu lesen. Die Demonstranten in Deutschland riefen unter anderem „Aleppo will Frieden“. Der Protest richtete sich auch gegen die Syrien-Politik Russlands und gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Neben syrischen Fahnen waren auch türkische zu sehen.

In Berlin mischte sich der Protest mit dem Gedenken an die Opfer des Bombenanschlags in der zentraltürkischen Stadt Kayseri. Dort waren am Samstag mindestens 13 Soldaten getötet und weitere Menschen verletzt worden.