ROM/BERLIN
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Rettung gescheitert - Mitarbeiter gegen Sanierungsplan

Die italienische Krisen-Airline Alitalia steht erneut vor der Pleite. In einem Referendum stimmte eine große Mehrheit der Mitarbeiter gegen einen mit der Regierung und Gewerkschaften ausgehandelten Rettungsplan der ehemaligen Staatsairline. Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni hatte gewarnt, falls der Plan scheitere, könne Alitalia nicht überleben. Das Unternehmen mit rund 12 500 Mitarbeitern steckt seit mehr als 20 Jahren in der Krise. Die Mitarbeiter wollten den drastischen Sparmaßnahmen aber nicht zustimmen.

Der Verwaltungsrat kam am Dienstag zusammen und kündigte eine Aktionärsversammlung für Donnerstag an. Der Flugbetrieb bleibe aufrecht erhalten. Erwartet wird, dass nun ein Insolvenzverwalter berufen wird. Großaktionär bei Alitalia ist wie bei Air Berlin die arabische Gesellschaft Etihad.

Mitte März hatte das Management einen Rettungsplan vorgestellt. Er sieht ein drastisches Sparprogramm vor, das die Fluglinie binnen zwei Jahren wieder in die Gewinnzone bringen soll. Die Gewerkschaften riefen angesichts der vorgesehenen Stellenstreichungen und Kürzungen der Gehälter des Flugpersonals mehrfach zu Streiks auf. Der Kompromiss, der durch die italienische Regierung vermittelt wurde und den auch die Gewerkschaften unterstützt hatten, sah vor, dass die Gehälter um durchschnittlich acht statt 30 Prozent gekürzt und 980 statt fast 1400 der 12 500 Beschäftigten entlassen werden.

Mit Bedauern und Bestürzung habe man den negativen Ausgang des Referendums wahrgenommen, teilten nun Italiens Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mit.