LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Grundsteinlegung zum neuen „Foyer Saint Joseph“ der FMPO in Luxemburg-Eich

Mir alleguerten, egal wou mer hierkommen, a wéi eng Iwwerzeegung mer hunn, mir alleguerten hunn ee gemeinsamt Zil: Mir hätte gär, dass et deene gutt geet, déi eis wichteg sinn. Elteren hätte gär, dass et hire Kanner gutt geet. E Kand huet e Recht op Zäit an Opmierksamkeet, op Léift, op e Gefill vu Gebuergenheet an op Rou. D’Eltere sinn an der Verantwortung“ (...), meinte Premier Xavier Bettel in der Erklärung der Regierung zur wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Lage der Nation 2017. Wo die Eltern diese Verantwortung nicht übernehmen wollen oder können, muss der Staat in die Bresche springen.

Zusammen mit Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer mit den Mitgliedern des Schöffen- und Gemeinderates nahm Premier Xavier Bettel gestern Nachmittag an der Grundsteinlegung zum neuen „Foyer Saint Joseph Eich“ teil. Es handelt sich hierbei um die neue Empfangsstruktur für 31 (männliche) Minderjährige im Alter von zehn bis 18 Jahren, die die „Fondation Maison de la Porte Ouverte“ in der Rue des Grottes in Luxemburg-Eich errichtet. Derzeit betreibt die Stiftung ein Foyer für die außerschulische Betreuung neun Jugendliche im Boulevard Patton in Bonneweg.

In der neuen Empfangsstruktur für (männliche) Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können bis zu 31 junge Leute aufgenommen werden. Vorgesehen sind in der neuen Struktur eine Gruppe von zehn Betten für den „Accueil d’urgence en situation de crise psychosociale aiguë“ (AUSC), sprich: die Aufnahme von jugendlichen in psychosozialen Krisensituationen. Darüber hinaus eine Gruppe von drei Betten für „AUSC à besoins spéciaux“ (für Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen) geplant. Vervollständigt wird das Angebot des neuen „Foyer Saint Joseph“ in Eich mit zwei Gruppen à je neun Betten für die Aufnahme von den Jugendlichen ohne größere Probleme und die ortho-pädagogische Betreuung von Minderjährigen.

Die Kosten für dieses Projekt der „Fondation Maison de la Porte Ouverte“ in Luxemburg-Eich belaufen sich auch sechs Millionen Euro, die zu 70 Prozent vom Staat getragen werden.