WALFERDINGEN
CLAUDE KARGER

„Bréifdréieschgewerkschaft“ fordert mehr Mitbestimmung - Überstunden ein großes Problem

Post-Generaldirektor Claude Strasser und Hjoerdis Stahl, die Direktorin von „Post Courrier“ mussten sich am Samstag beim ordentlichen Kongress der „Bréifdréieschgewerkschaft“ in Walferdingen einiges anhören vom Präsidenten Raymond Juchem. Die Briefträger sind nämlich alles andere als zufrieden mit der derzeitigen Organisation der Briefpost und der Zeitungsauslieferung, die ein hohes Pensum an Überstunden mit sich bringe. Allein 2015 seien im gesamten Post Group 76.034 offizielle Überstunden geschoben worden, davon 45.173 im Briefdienst, schreibt Juchem im Leitartikel der Gewerkschaftszeitung „De Bréifdréier“.

Zusatzbelastung „völlig unterschätzt“

„Hier stellt sich die Frage der Legalität, wenn man als Arbeitgeber diese Überstunden bewusst in Kauf nimmt“, sagte der Vorsitzende der größten Postgewerkschaft und wies darauf hin, dass das Beamtenstatut ganz deutlich Überstunden nur in Ausnahmefällen zulasse und diese beim zuständigen Minister anzufragen seien. Juchem appellierte in diesem Kontext auch an die Verantwortung des alleinigen Post-Aktionärs Staat. Auch fordert die Gewerkschaft, dass ein Vertreter der Briefträger im Verwaltungsrat des Unternehmens sitzen soll.

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