LUXEMBURG-HOLLERICH
PATRICK VERSALL

Das Hollericher EXIT07 zieht vermehrt Konzertgänger aus dem Ausland an

Gerechte verkehrte Welt: Während europäische Großkonzerne lamentieren, dass der Euro nicht mehr so rollt, wie es ihre Analysten prophezeit haben, freuen sich in Luxemburg etliche Kulturinstitutionen über steigende Zuschauerzahlen. Gut lief und läuft es für das CarréRotondes in Hollerich und den Musikclub EXIT07. Zieht man sich das aktuelle Programm zur Brust, so sticht unmittelbar der Monat Mai ins Auge, wo es durchaus vorkommt, dass binnen einer Woche gleich drei Konzerte in Hollerich stattfinden.

Zuschauerstrom aus dem Ausland

Aus dem Exit heißt es, dass auch weiterhin die Freunde alternativer Bands den Freitag in ihrem Kalender fett anstreichen sollen. Der letzte Tag der Arbeitswoche bleibt nach wie vor der Konzerttag schlechthin im EXIT07. Den Verantwortlichen des Hauses ist nicht entgangen, dass in den letzten Monaten immer mehr Bewohner aus den Nachbarländern nach Hollerich kommen, um sich Acts anzuschauen, die in Luxemburg noch nicht einmal den Status eines Geheimtipps innehaben, im Ausland doch bereits eine treue Fangemeinde ihre eigene nennen.

Es handele sich um ein neues Phänomen, das man in der Vergangenheit so nicht gekannt habe, so das Exit07. Die Verantwortlichen können entspannt in die Zukunft blicken, da sie von Auftritts-Anfragen lokaler Bands nahezu überschwemmt werden.

Brett am Fuß

Auf zwei bis drei Kunstausstellungen im Jahr dürfen sich die Liebhaber der bildenden Künste freuen. Nach „You I Landscape“, der aktuellen Triennale für junge Künstler, die bis zum 28. April 24 Kunstschaffende vereint, steht ab dem 13. Juni die Skaterszene im Mittelpunkt des Interesses. „Wheel Come on Board“ wird zum ersten Mal in Luxemburg die Protagonisten einer Szene vorstellen, denen ihr Leben sich fast nur um das rollende Brett dreht. Im CarréRotondes hegt man den Wunsch, dass dieser Event als Impulsgeber für ähnliche Projekte dienen soll.

Freunde szenischer Aufführungen dürfen sich jetzt schon auf die neue Theaterproduktion „Wilhelm B.“ freuen, die das TRAFFO-Theaterprogramm des CarréRotondes ab dem 11. April anbietet. Regie führt die Luxemburgerin Carole Lorang, das Stück basiert übrigens nicht auf einem Text Wilhelm Buschs.