Da war Präsident Hollande aber böse überrascht, dass sein Parteigenosse die Millionen lieber in Übersee bunkert als im Steuerabgabeparadies an der Seine. Oder war es doch eher Entrüstung darüber, dass Haushaltsexperte Cazuhac ihn angelogen hatte?

Die Franzosen waren jedenfalls erleichtert, dass Hollande das reguläre Fernsehprogramm wieder einmal für eine Ansprache unterbrach - und haben beim Thema „Steueroase“ vermutlich auch nur an den nächsten
Urlaub gedacht.

Weniger Erleichterung ist derzeit allerdings vom mediengepushten Ankündigungsdiktator Kim Jong Un zu erwarten. Nordkoreas Führer von Format (rund) rasselt einen nämlich mit seinen Statusmeldungen fast um den Verstand. Zum Glück sind nächste Woche alle wieder da. Dann gehts um das große ganze: die Lage der Nation - und um Steuern wohl auch, nur irgendwie anders als mit den Oasen und Paradiesen... In Frankreich hofft man jedenfalls, dass das Wetter besser wird. Peer Steinbrück, der mit den verregneten Umfragewerten, konnte Hollande jedenfalls beim Besuch in Paris nicht viel helfen. Er forderte Verständnis für seinen Kollegen. Ob ihm das gelingt? Die Affäre könnte ihn (s)teuer zu stehen kommen...