LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„City Breakfast“: Exemplarische Umstellung des Busdienstes - Ausbau des „Parking Knuedler“

Bedingt durch den Wegfall des „Centre Hamilius“ musste am vergangenen 1. Juni die Bus-Organisation in der Hauptstadt komplett umgestellt werden. Gut zwei Wochen später präsentierte Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer gestern Vormittag eine erste Zwischenbilanz auf dem „City Breakfast“. Bei dieser mit viel Arbeit verbundenen Umstellung sei alles, wie die Stadtbürgermeisterin meinte, „exemplaresch gutt iwwer d’Bühn gaangen“. Man sei sich aber voll und ganz bewusst, dass „der Schuh hier und da drücke“.

Neuorganisation der Busse:Einige Schwachpunkte

Was nun den als „Spaghetti-Monster“ im Internet belächelten Busplan betrifft, so will die Stadt Luxemburg zusammen mit einem Pariser Architekten eine übersichtlichere Version umsetzten. Verkehrsschöffin Sam Tanson zufolge habe man bereits einige Schwachpunkte bei der Neuorganisation ausfindig gemacht. So wünscht sich das Personal der Krankenhäuser frühere Busverbindungen, und das Viertel Verlorenkost-Pulvermühle wird sonntags überhaupt nicht mit dem Bus bedient.

Anpassungen sind auch vonnöten, was die einstige Buslinie 7 betrifft, die bei der Reorganisation teils abgeschafft, teils durch die Linie 215 ersetzt wurde. Seit der Reorganisation halten weniger Busse am Sitz der „Assurances Sociales“ an der Escher Straße, auch hier will man schnellstmöglich Abhilfe schaffen.

Was nun die Linie 8 nach Belair betrifft, so tragen sich die Stadtverantwortlichen mit dem Gedanken, sie wieder bis zur Europaschule in Mamer weiterfahren zu lassen. Auch im Transportministerium, wie gestern unterstrichen wurde, denke man über Nachbesserungen nach.

„Parking Knuedler“ mit 571 Stellplätzen

Bewegung ist auch in dem Dossier Ausbau des „Parking Knuedler“ zu vermelden. Wie Bürgermeisterin Polfer bemerkte, konnten die Ausgrabungen am „Knuedler“ - nach 18 Monaten - am vergangenen 17. April abgeschlossen werden. Bis zum 27. Juli haben Baufirmen nun Zeit, ihre Kandidatur einzureichen. Im September will die Gemeindeverwaltung dann den Zuschlag erteilen, sodass die Bauarbeiten - Dauer knapp vier Jahre - im Herbst in Angriff genommen werden können. Der Ausbau des „Knuelder“ sieht die Einrichtung von zusätzlichen 268 PKW-Stellplätzen vor. Das Parkhaus soll während der Dauer der Ausbauarbeiten offen bleiben, wie die Bürgermeisterin unterstrich. Allerdings soll der derzeitige „Parking Knuedler“ bei dieser Gelegenheit modernisiert werden.

Diese Arbeiten sollen Stockwerk für Stockwerk durchgeführt werden. Dabei sollen die Stellplätze von derzeit 2,30 Meter auf 2,50 Meter verbreitert werden. Nach Abschluss der Ausbau- und Modernisierungsarbeiten sollen im „Parking Knuedler“ insgesamt 751 Pkw-Stellplätze zur Verfügung stehen.

Ein Sonnenkataster für die Hauptstadt

Wie Bürgermeisterin Lydie Polfer weiter zu vermelden wusste, verfügt die Stadt Luxemburg nun auch über einen Sonnenkataster. Unter der Rubrik „Cadastre solaire“ auf www.topographie.lu können die Bürger der Hauptstadt nachsehen, ob sich das Dach ihres Hauses für das Anbringen einer Fotovoltaik-Anlage eignet oder nicht.