LUXEMBURG
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Innenminister: Informationsveranstaltung für 280 Führungskräfte aus dem Rettungswesen

Eigentlich sollte ab dem 1. Januar 2017, der gesamte Rettungsdienst des Landes mit einer Mischung aus Haupt- und ehrenamtlichen Helfern unter dem Dach einer öffentlich-rechtlichen Anstalt für Brandbekämpfung und Rettung, dem so genannten CGDIS, zusammengefasst werden. Aber irgendwo innerhalb des Gesetzgebungsweges steht mal wieder irgendwer auf der Bremse.

Was bisher geschah

Auf jeden Fall traf sich am Samstag eine Runde von 280 Führungskräften aus Zivilschutz und Feuerwehren mit Innenminister Dan Kersch und dem Chef der Rettungsverwaltung, Paul Schroeder, um über den Stand der Dinge informiert zu werden. Paul Schroeder schilderte den anwesenden Rettungsspezialisten die im ablaufenden Jahr vorgenommen Änderungen innerhalb der Verwaltung und die Neuerungen im Handling für Notrufe, die schon im Vorgriff auf die Bildung des CGDIS vorgenommen wurden, nicht zu vergessen die Inbetriebnahme des Digitalfunks RENITA. Schroeder bedankte sich ausdrücklich bei allen, die an diesen Reformen mitgearbeitet haben und auch für das Verständnis der Mitglieder der Rettungsdienste für die zahlreichen anstehenden Veränderungen.

Seit April stellt die Verwaltung der Rettungsdienste eine Musterplanung, als Standard für zukünftige Rettungszentren, zusammen. Danach sollen auch existierende Feuerwehrgerätehäuser und Rettungszentren bemessen werden.

Zu den Beweggründen dafür gehören die anstehenden Ausgleichszahlungen an Kommunen, wenn sie ihre Feuerwehrgerätehäuser dem neuen Rettungsdienst CGDIS übertragen. Denn anwesenden Wehr- und Rettungsdienstleitern wurden auch eine erste Bilanz der neuen computergesteuerten Alarmerfassung in der Notrufzentrale „112“ vorgelegt. Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung der Zusammenarbeit unter den - noch - einzelnen Rettungsdiensten.

Einstellungsvoraussetzungen

Mit der Verabschiedung des Gesetzes 6861 - auf die noch gewartet wird - wird sich, geregelt durch großherzogliche Erlasse, vieles prinzipiell ändern, auch in der Verwaltung. Etwa durch eine privatrechtliche Buchführung, zu der das CGDIS als Anstalt des öffentlichen Rechts verpflichtet sein wird.

Wer wird was oder wer kann was werden?

Einen wichtigen Teil der Informationsveranstaltung nahm auch die Systematik der Angestelltenverhältnisse und der Laufbahnen innerhalb des CGDIS ein. Dabei orientiert man sich an der Systematik der Berufsfeuerwehr. Sowohl die Feuerwehrleute im normalen Rettungs- und Brandeinsatz, als auch Spezialisten wie Hundeführer, Taucher oder Chemikalienexperte müssen aus dem Feuerwehrdienst kommen. Unterstützungskräfte wie Bürokräfte oder Mechaniker müssen diese Voraussetzung nicht erbringen.

Es geht nicht ohne Freiwillige

Es wird weiterhin so sein, dass der Freiwilligendienst eine Säule des CGDIS sein wird. Die freiwilligen Helfer sollen in Zukunft massiv unterstützt werden. So erhalten sie bei der Einstellung hauptamtlicher Rettungskräfte ein bevorzugtes Zugangsrecht. Für die Freiwilligen solle es eine bessere geldliche Entschädigung, eine Kostenübernahme für Zusatzversicherungen und eine Ausweitung des Rechts auf Sonderurlaub geben.