CLAUDE KARGER

Alles wird anders. Respektive ist längst anders geworden. „Ohne den junckerschen Personenkult ist die CSV an der Wahlurne wieder an ihrem historischen Durchschnitt angelangt. Die Routine der natürlichen Zweierkoalitionen mit einem ,Groussen an engem Klengen‘ funktioniert nicht mehr“, stellt der „T“-Leitartikler fest. Deshalb steht das Ländchen aber noch längst nicht am Abgrund. „Entgegen der oft bemühten Dolchstoß-Legende der CSV sollte man sich Folgendes vor Augen führen: Auch in Luxemburg sind die politische und wirtschaftliche Stabilität eng miteinander verzahnt. Und diese beiden Stabilitätsfaktoren können die blau-rot-grünen Regierungskoalitionäre mittlerweile genauso effizient gewährleisten wie vorherige von der CSV angeführte Regierungen“, heißt es ferner. Wobei die Gewährleistung dieser wirtschaftlichen Stabilität weit über die Grenzen hinaus abgesichert werden muss. Vielleicht sogar über den Himmel hinaus. „My first thought was that it was really a foolish joke“, sagte Ezio d’Agostino diese Woche der „Financial Times“ über das Abenteuer mit dem Asteroidenbergbau. Der italienische Fotograf zog 2016 aus, die Quellen des großherzogtümlichen Reichtums zu ergründen und erzählt in seiner Fotoserie „Near-Earth Objects“ den Aufstieg vom Bauernstaat zur „Capitalist space“-Nation (tinyurl.com/NEOSDagostino). Alles wird neu. Immer.