CLAUDE KARGER

„Supermänner und Superfrauen gibt es nur in Comics“, behauptete der „T“-Leitartikler dieser Tage in einem Beitrag zu Frankreich, dessen Präsident das „Wort“ schon einen „Turboeuropäer“ nannte. Ein „Turbotalker“ ist bekanntlich der arg wahlfiebrige hauptstädtische CSV-Spitzenmann Serge W., dem die „Gnade der späten Geburt“ zugute kommt, wie „woxx“ meint: „Somit hat er auch keine Probleme, fast eine Stunde lang vor Pressevertretern ohne mit der Wimper zu zucken eine ganze Latte von Vorschlägen zu einem „neuen“ Mobilitätskonzept für die Stadt Luxemburg vom Stapel zu lassen und dabei vieles aufzuzählen, vom „shared space“ bis zum Ausbau eines vom motorisierten Verkehr weitgehend abgetrennten Fahrradnetzes, was die CSV in der Vergangenheit, vor allem als sie selber noch in kommunaler politischer Verantwortung stand, vehement bekämpft hat. Zwölf Jahre ist das her. Für einen „jungen Wilden“, wie Serge Wilmes, wohl eine unendlich lange Zeit“.

Das erinnert an die Einstellung eines christdemokratischen Superkanzlers aus Deutschland: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern...“ Das Gezanke von gestern beigelegt haben rechtzeitig vor Nationalfeiertag Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Pflege- und Spitalwesen: „Nervenkitzel mit Happy End“ schreibt das „Wort“ über den Krimi. Das „Land“ ist da schon skeptischer und sinniert leicht miesepetrig über das Risiko, dass der finanzielle Druck des neuen Kollektivvertrags Krankenhäuser, Pflegedienste, Altenheime und Kinderkrippen dazu verleiten könnte, „in verstärktem Masse weniger qualifiziertes Personal einzustellen“. „Der Tag könnte kommen, an dem man sich der Durchbrüche vom Juni 2017 zwar als Achtungserfolge vor allem des OGBL erinnert. Aber auch als Bärendienst an der Qualität des „service public“ Gesundheit, Pflege und Soziales“. Oder auch nicht...