CLAUDE KARGER

„Der rechtsextreme Elefant im Porzellanladen hat sich als Maus getarnt“, meint der „Revue“-Leitartikler, dem allerdings nicht mal ein Fliegenschiss von Rechts entgeht. So regt er sich über einen Fratzenbuch-Eintrag eines Polit-Sprösslings auf, „der sich des Öfteren mit seinen Aussagen als eine Art Alpha-Kevin unter den Luxemburger Rechtspopulisten“ inszeniere. Opfer des Posts war eine Künstlerin, die des Öfteren mit nackten Tatsachen für Aufregung sorgt. „Perverse Kunst“ und „feministische Exzesse“ nennt das der visierte Sprössling und fragt, ob die Frau nicht lieber hinter die Kochplatte könne „an do hir Virbild als Mamm wouer huelen“. Dieses „hinterwäldlerische, konservative Rollenverständnis“, sei im rechten Lager nicht neu, werde aber neuerdings auf subtile Art salonfähig zu machen versucht. Gegensteuern heißt die Devise. Umsteuern musste schon einige Male Staatssekretärin Francine C., die schon kurz nach Amtsantritt im Dezember 2013 mit dem Dienstwagen fast aus der Kurve flog. „Die Chance, die ich hatte, einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen, habe ich mir vermasselt“, räumte die ehemalige RTL-Journalistin gegenüber dem „Wort“ ein. Allerdings hätte sie durch die Rückschläge auch ordentlich Gas gegeben. Aber immer die Strecke im Auge behalten. Denn die bleibt arg kurvenreich.