LUXEMBURG
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Bettendorf erinnerte sich an die dramatischen Ereignisse der Ardennenschlacht vor 75 Jahren

Wir schreiben den 18. Januar 1945. Um 3.00 morgens beginnen vier Regimenter der 4. US-Infanteriedivision „Ivy“ und der 5. US-Infanteriedivision „Red Diamond“ die Überquerung der Sauer an mehreren Stellen zwischen Diekirch und Wallendorf, um die deutschen Volksgrenadierdivisionen auf der anderen Seite auszuheben. Ein riskantes Manöver, denn einerseits hatten die Deutschen Minen und Sprengfallen gelegt, wo sie nur konnten, andererseits hatte das US-Kommando von einem Artilleriebeschuss der deutschen Stellungen abgesehen, um den Überraschungseffekt zu wahren. In der Nacht hatten die US-Pioniere ihre Holzboote durch den knietiefen Schnee gezogen und mit der Vorbereitung der Überquerung begonnen, die im Morgengrauen bei Bettendorf begann, wo sie zunächst von den Deutschen unbemerkt blieb.

Tagelange Kämpfe

Bei Ingeldorf allerdings trafen die US-Soldaten sofort auf schweres Maschinengewehrfeuer und Mörser-Beschuss. Nicht wenige Männer kamen in den eisigen Fluten der Sauer im harten Winter 1944/1945 um. Trotzdem gelang es, Brücken zu bauen, um schweres Gerät überzusetzen.

Die Kämpfe gegen die in Häusern und Wäldern verschanzten deutschen Einheiten hielten bis zum 21. Januar an und forderten zahlreiche Opfer, darunter auch den US-Soldaten 1. Klasse, Vincent J. Festa, der am 20. Januar 1945 in Moestroff getötet wurde. Seit Samstag trägt die Brücke in der Ortschaft seinen Namen. Im Rahmen eine feierlichen Gedenkzeremonie im Beisein der Bettendorfer Bürgermeisterin Pascale Hansen, Parlamentspräsident Fernand Etgen und zahlreicher weitere politischer Mandatsträger sowie Vertreter von Militär und Erinnungsorganisationen, wurde eine Plakette zu seinen Ehren dort angebracht. Aber Bettendorf erinnerte sich auch an die dramatischen Geschehnisse vor 75 Jahren mit einer Nachstellung der Sauer-Überquerung, verschiedenen Ausstellungen und einem „amerikanischen Abend“ mit der „US Airforce Band“.