LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Die Band Pineway veröffentlicht ihr Debut-Album „Shift“

Die luxemburgische Alternative Rock Band Pineway bereitet sich zurzeit auf ihre Album Release Show am 4. April in der Rockhal vor. Auf ihrem Debüt-Album werden sieben Songs veröffentlicht, die zum Tanzen, aber auch zum Nachdenken anregen sollen. Wie das Cover aussehen wird, hat die fünfköpfige Gruppe bisher noch nicht verraten, fest steht allerdings, dass das Symbol des Baums aufgegriffen werden soll. Ein weiteres Merkmal der Ambivalenz, mit der die Alternative Rocker gerne spielen. Das spiegelt sich auch in ihrem Bandnamen wider, kann „to pine away“ doch sowohl „verwelken“ als auch „sich in etwas hinein fallen lassen“ bedeuten. Im Interview verrät Keyboarder Christian, wie die Band sich auf die Veröffentlichung von „Shift“ vorbereitet.

Könntest du Pineway kurz vorstellen?

Christian Wir machen Alternative Rock, eigentlich ein Mix aus unterschiedlichen Stilen. Unser Bassist und Sänger kommen aus dem Metal-Bereich, während der Gitarrist eher in Richtung Grunge und Classic oder Stoner Rock geht und unser Drummer und ich sind eher etwas Indie-angehaucht. Das Ganze kombiniert, ergibt einen coolen alternativen Mix. Mal bauen wir ruhigere Elemente ein, mal lautere, aber es ist nie Geschreie. Im Dezember 2016 haben wir uns erstmals als Band zusammengetan, haben dann auch angefangen, an Musik zu schreiben. Leider kam es während der Anfänge zu zwei Line-Up Wechseln. In der aktuellen Konstellation gibt es uns seit ungefähr einem Jahr, in dem wir Songs aufgenommen haben und uns jetzt darauf freuen können, unsere Lieder endlich veröffentlichen zu können.

Wie findet man als Band zusammen, vor allem, wenn Mitglieder ausgewechselt werden müssen?

Christian Der Sänger und Bassist waren schon zu Schulzeiten befreundet. Sie haben damals über Facebook einen Aufruf gestartet, um eine Band zu gründen und so findet man dann über Social Media zusammen. Unser Drummer kam als letztes Mitglied zu Pineway hinzu, auch ihn haben wir über Facebook gefunden. Es muss vor allem menschlich harmonieren. Natürlich soll es musikalisch passen, wir sollen alle dieselbe Musik machen wollen, aber da wir uns der Musik als Hobby, neben unseren 40-Stunden-Jobs, widmen, legen wir hauptsächlich Wert darauf, dass wir uns untereinander gut verstehen.

Hatten die Line-Up Wechsel damit zu tun, dass das Album erst dieses Jahr erscheint?

Christian Genau, wir hatten eigentlich vor schon letztes Jahr, beziehungsweise vor zwei Jahren durchzustarten, allerdings ist unser damaliger Schlagzeuger im August 2018 ausgestiegen. Anfang 2019 wurde er zwar schon ersetzt, aber wir mussten als Gruppe noch einmal neu zusammenfinden, uns einspielen. Dadurch hat sich die Veröffentlichung des Albums natürlich etwas herausgezögert, da auch das Aufnehmen des Albums rund anderthalb Jahre gedauert hat. Unserem Stil sind wir aber weiterhin treu geblieben.

Wie entstehen Songs von Pineway?

Christian Das ist bei uns eigentlich immer eine Kollaboration aller Bandmitglieder. Jeder hat mal eine Idee und dann setzen wir uns zusammen und arbeiten gemeinsam daran, aus dieser Idee ein Lied zu machen. Unser Sänger Ramon hat ein riesiges Talent, wenn es ums Schreiben geht, da entstehen eigentlich recht schnell Songtexte, mit denen jeder zufrieden ist. Dass die Lyrics stimmig und tiefgründig sind ist uns allen sehr wichtig.
Wie würdest Du euer Album beschreiben?

Christian Ich würde sagen „ambivalent“ ist ein gutes Adjektiv, um das Album zu beschreiben. Auf der einen Seite befassen sich die Texte mit der Evolution, mit Veränderungen und Gedanken, die einen im Leben begleiten, das sowohl im Positiven als auch im Negativen. Unsere Musik ist aber auch in dem Sinne zweideutig, dass man sowohl dazu tanzen als auch sich in sich kehren kann. Wir wollen den Leuten einen Denkanstoß geben und ihnen dennoch Interpretationsfreiraum lassen.

Woher kommt die Idee, beim Eintritt ein T-Shirt statt eine CD mit zu verkaufen?

Christian Wir haben uns eigentlich nicht sehr viele Gedanken darüber gemacht und wollten den Leuten einfach eine coole Kombination bieten. Bei CDs ist es so, dass einige nicht einmal mehr einen CD Player besitzen und die, die sich das Album kaufen, sind eher Liebhaber von CDs, denn die meisten werden sich die Musik wahrscheinlich digital anhören. Deshalb dachten wir, dass es vielleicht attraktiver für die Gäste ist, eine Kombination aus Eintritt und T-Shirt anzubieten. Wer sich das Album kaufen will, kann dies selbstverständlich gerne tun, darüber würden wir uns sehr freuen, aber wir sind uns bewusst, dass Streamingdienste hier mittlerweile die Nase vorne haben. Viele von denen, die sich wirklich noch Zeit nehmen, sich zuhause eine Platte anzuhören, legen, denke ich, lieber Vinyl auf. Als Newcomer gleich Vinyls zu verkaufen, wäre allerdings alleine von den Kosten her etwas gewagt. Für uns ist es auch schon schön zu sehen, dass Lieder gestreamt und gehört werden.

Wie bereitet ihr euch momentan auf die Release Party vor?

Christian Im Moment steht eher das Organisatorische im Vordergrund wie beispielsweise Interviews geben, Leute anschreiben, Werbung machen und Freunde mobilisieren, damit sie zum Konzert kommen oder auch Flyer verteilen. Wir proben zwar immer noch regelmäßig, aber mittlerweile sitzt alles gut und die Hälfte der Zeit widmen wir dann eher dem Planen. Ansonsten freuen wir uns eigentlich nur darauf, endlich unsere Songs präsentieren zu können.

Was erwartet ihr euch selbst von der Show?

Christian Wir hoffen, dass unsere Musik gut bei den Leuten ankommt, und dass es ein schöner Abend wird. Es wäre natürlich auch super, neue Kontakte zu knüpfen, oder auf Booker zu treffen, denen die Musik gefällt und uns vielleicht als Support für eine andere Show buchen wollen. Daher sind wir auch glücklich darüber, dass unsere Freunde von Red Light District aus Deutschland mit dabei sind, mit denen wir uns wirklich richtig gut angefreundet haben und die eine kleine Fangemeinde mitbringen werden. Heutzutage muss man live auftreten, um gesehen und gehört zu werden.

Musik ist für euch zurzeit nur ein Hobby, ist trotzdem immer noch der Wunsch da, groß herauszukommen?

Christian Wir sind uns alle einig, dass wenn sich irgendwann die Chance bieten würde, wir sie auf jeden Fall ergreifen würden.


Das Konzert findet am Samstag dem, 4. April in der Rockhal im The Floor statt, Eintritt kostet 10 Euro, mit T-Shirt 20 Euro, Einlass ist um 20.00, Supporter sind Red Light District und Fallen Lies