LUXEMBURG
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Wie man der Datenkrake Google entgehen kann

Man hat sich so daran gewöhnt, dass man glaubt, man kommt nicht mehr daran vorbei: Google ist der Platzhirsch, wenn es um Suchmaschinen geht. Diese Dominanz wird unterfüttert mit einer Vielzahl an zusätzlichen Applikationen, wie etwa dem Kartendienst, der Smartphone Betriebssoftware Android, dem Mail-Dienst und Office-Applikationen innerhalb der Cloud. All das kostet nichts, was so viel bedeutet wie: Google schaltet Werbung. Wer Werbung schaltet, braucht gute Daten von den Kunden. Und die möchte längst nicht jeder preisgeben.

Filterblase durchbrechen

Nur wie kommt man am amerikanischen Online-Giganten vorbei? Welche Alternativen werden geboten? BEE SECURE hat sich einige Konkurrenten angeschaut. Mit Diskretion wirbt bereits Startpage. Besonders ist an dieser Suchseite, dass sie immer noch auf Google zurückgreift. Doch sie kommuniziert dabei nicht ihre Cookies, also ihr bisheriges Surfverhalten. Das Resultat? Die eigene Filterblase kann laut BEE SECURE durchbrochen werden. Diese entsteht nämlich unter anderem dadurch, dass Inhalte - unter anderem mit Hilfe von Cookies - ganz spezifisch auf sie zugeschnitten werden, anstatt dass sie einen möglichst breitgefächerten Überblick erhalten.
Ähnlich funktioniert Qwant: Hier wird auf Cookies und Trackingdaten verzichtet, die Resultate stammen aus einer eigenen Datenbank, welche laut BEE SECURE auch von Microsofts Suchmaschine Bing unterstützt wird. Zu erwähnen ist, dass Qwant auch eine kinderfreundliche Version mit Qwant Junior anbietet. Das Projekt aus Frankreich bietet ebenfalls eine App für Smartphones und Tablets an.

Suchend Bäume pflanzen

Vor dem heimischen Rechner sitzen und etwas für die Umwelt tun? Das klingt für viele wie ein Traum. Doch genau das versucht Ecosia zu erreichen. Denn mit den Gewinnen, welche das Unternehmen aus den Suchanfragen generiert, werden Bäume gepflanzt, was dafür sorgt, dass die CO2-Bilanz sich verbessert. Mittlerweile wirbt das Unternehmen damit, dass es mehr als CO2-neutral ist, da es seit 2018 zusätzlich auch noch Solaranlagen baut. Was den Datenschutz angeht, garantiert das Unternehmen, dass die Suchanfragen nicht gespeichert werden. Außerdem sollen die Daten nicht mit Werbetreibenden geteilt werden. Die Anfragen werden verschlüsselt und es werden keine Tracking-Tools verwendet. Weitere Trackingmöglichkeiten lassen sich vom Nutzer aus blockieren. Sowohl ein Plugin für den PC-Browser als auch eine App für Smartphones wird angeboten. Damit kann man dann auch unterwegs Bäume pflanzen.
Die mit der Ente
Der Platzhirsch unter den Google-Alternativen ist allerdings DuckDuckGo. Die Suchmaschine mit der Ente existiert bereits seit 2011 und überzeugt in erster Hinsicht mit einem stark reduzierten Look, der von nichts ablenkt. Mittlerweile kann sich die Seite über mehr als 60.000 Suchanfragen am Tag freuen. Im Monat kommen so ganze zwei Milliarden Anfragen zusammen. Es wird mit der Garantie geworben, dass private Daten zu keinem Zeitpunkt gespeichert werden. Neben einem Plugin für Google Chrome, wird auch eine Privatbrowser-App für iOS und Android angeboten.
Mehr zum Thema Datensicherheit finden Sie auf www.Bee-Secure.lu

Alternativen gibt es stets

Nicht nur bei den Suchmaschinen kann man sich nach einer besseren Alternative umschauen. Auf der Seite prism-break.org wird für zahlreiche Dienste ein anderes Angebot aufgelistet, das die Daten der Nutzer mehr respektiert und insgeheim ethischer ist. Sie suchen nach einer Mail, die es mit GMail aufnehmen kann? Versuchen Sie es mal mit Riseup. Keine Lust, Zuckerberg die privaten Nachrichten anzuvertrauen? Wie wäre es mit dem Messenger Signal? Selbst Linux-basierte Alternativen zu Windows sollten kein Tabu sein, wenn man sich der Kontrolle von den großen digitalen Konzernen losreißen möchte.
www.prism-break.org