STEINFORT
VANESSA PETER

Kolla-Festival im „Centre Mirador“ in Steinfort vom 19. bis zum 21. August

Das Kolla-Festival wird dieses Jahr vom 19. bis zum 21. August zum vierten Mal in Steinfort, im Centre d’accueil nature et forêts „Mirador“, stattfinden und ist ein alternatives Kulturevent. Das Ziel des Sommerevents ist es die Menschen auf den „kollaborativen Konsum“ aufmerksam zu machen. Anhand ihrer selbst gemachten Dekorationen zeigen sie den Besuchern, dass sie nicht immer kaufen müssen, sondern auch Sachen selbst fertigen, mit anderen tauschen oder teilen können. Das Festival versucht auch die Menschen auf einen verantwortungsvollen Konsum hinzuweisen.

Die Gründung

Das Kolla-Festival ist eine ASBL, die im März 2013 von Freunden gegründet wurde. Das Wort Kolla leitet sich von ihrem Konzept „kollaborativer Konsum“ ab. Es ist eine Gegenbewegung zum unüberlegten Massenkonsum, es geht darum, dass durch teilen, tauschen, handeln, vermieten oder schenken ein beliebter ökologischer Zugang zu Ressourcen ermöglicht wird. Dabei spielt auch „Do It Yourself“ eine wichtige Rolle. Am Anfang wollten die Gründer ein Kleidertausch-Event organisieren, da die Nachhaltigkeit sich aber nicht auf die Textilindustrie beschränkt, wurde die Idee eines größeren Projektes geboren. So wurde entschieden, ein Festival auf Basis dieser Ideen aufzubauen.

Das Festival

Das Kultur-Event ist für jeden gedacht, Kolla möchte Menschen aus allen Religionen, von jedem Alter und ethnischen Hintergründen zusammen bringen. Toleranz, Respekt und Zusammenarbeit sind das, wofür sie stehen, daher gehören rassistische, diskriminierende und sexistische Verhaltensweisen nicht zum Festival-Standpunkt. Da dies eine zentrale Rolle spielt, um Menschen aus allen sozialen Schichten zu erreichen, halten die Kolla-Mitglieder ihre Preise fair. Kolla versucht, während des Festivals alle Kulturaspekte abzudecken, wie Musik, Kunst, auch im Zusammenhang mit dem Veranstaltungsort, aber auch Performance und Filmprojektion. Es soll ein ökologisches und soziales Festival werden, was, soweit es finanziell und praktisch möglich ist, die Mülltrennung, Vermeidung von Plastik und Chemie, Upcycling und Integration betrifft. So ist Kolla ebenfalls gegen die Verschwendung von Lebensmitteln und Ressourcen, es wird probiert, stets lokale, regionale, biologische oder faire Produkte zu verwenden und zu unterstützen.

Blick in die Zukunft

„In Zukunft gedenkt die ASBL, das Kolla-Festival in einem familiären Rahmen zu gestalten und somit die Kulturlandschaft von Luxemburg zu fördern. Denen, die mitmachen, wird eine Möglichkeit geboten, sich vom Massenkonsum und von der Wegwerfgesellschaft zu distanzieren und die alternativen Konsummöglichkeiten wahr zunehmen. Den Besucher sehen wir als ein interaktives Mitglied, das sich spontan und mit seinen Kompetenzen beteiligt. Letztendlich soll Kolla aber auch dem Spaß dienen, andere Aspekte, zum Beispiel Musik und Kunst, sollen helfen die verschiedenen Sinne zu stimulieren“, sagt Marie Trussart, Präsidentin der Kolla ASBL. „Wir erwarten, dass wir mehr Menschen mit unserem Konzept erreichen können, die nicht übliche Festivalgänger sind (also nicht nur die Jugend). Wir sind uns bewusst, dass wir als ‚alternatives‘ Festival angesehen werden, wir wollen aber nicht nur ‚alternative‘ Menschen ansprechen. Uns ist es wichtig, auch die anderen Menschen, die sich keine Gedanken machen, etwas auf dem Kolla dazulernen.“

Das Programm

Neben dem drei-tägigen Musikprogramm wird es ein Markt geben auf dem zum Beispiel selbstgemachter „Hielenner-Sirop“ verkauft wird und es gibt verschiedene Infostände wie „Beki“, „CELL“ und „Pipapo“. Aktivitäten, wie Speed Dating, Karaoke, Kino, Slackline und die Diskussionsrunde „Aktivismus, Aktionismus oder Nonfoutismus?“ werden es auch geben. Und für Animation wird Jonn Häppi, ein Clown, David Giacomini, ein Zauberer und Marina Herber, die Manga-Karikaturen macht da sein. Wie jedes Jahr wird es auch einen „Kleedertroc“ geben, bei dem können Besucher ihre Klamotten untereinander tauschen.