Pünktlich zu Beginn der Sommer-Reisezeit hat der Statec eine Reihe von Zahlen über das Reiseverhalten der Einwohner Luxemburgs vorgelegt. Aus der Studie, die von TIP Biehl & Partner im Auftrag des Statistikinstituts durchgeführt wurde und auf 1.500 Interviews pro Quartal fußt, geht unter anderem hervor, dass 83 Prozent der Einwohner im vergangenen Jahr mindestens eine Reise mit mindestens einer Übernachtung durchgeführt haben. Der Prozentsatz ist in den letzten Jahren ziemlich stabil geblieben. Insgesamt wurden 2014 etwa 1,5 Millionen Reisen getätigt. Die beiden Nachbarländer Deutschland und Frankreich bleiben die beliebtesten Reiseziele der Einwohner des Großherzogtums, allerdings sind Belgien und Spanien auch beliebte Destinationen.
Im Alter weniger mobil
Der Studie ist ebenfalls zu entnehmen, dass jüngere Leute im Durchschnitt öfter reisen als ältere. Während 87 Prozent der 25 bis 44-Jährigen im vergangenen Jahr verreist sind, fällt die so genannte „Reiseintensität“ bei den 45- bis 64-Jährigen auf 84 Prozent ab und bei den über 65-Jährigen auf 66 Prozent. Das hat vor allem mit gesundheitlichen Problemen zu tun. Laut Statistik sagen 45,3 Prozent der über 65-Jährigen, dass das der Grund ist, warum sie nicht verreisen. Blickt man aber auf 17 Prozent der Bürger, die im vergangenen Jahr keine Reise taten, stellt sich heraus, dass 21,4 Prozent gesundheitliche Gründe dafür anführen, 21,3 Prozent finanzielle, 17,9 Prozent Zeitmangel aus familiären Gründen und 10,5 Prozent Zeitmangel aus beruflichen Gründen. 29,6 Prozent sagen, dass es für sie zu Hause am schönsten ist.
Erholung und Bekannte besucht
Und weshalb zieht es die Reiselustigen in die Ferne? Am häufigsten der Wunsch nach Erholung im weitesten Sinne (das sagen 33 Prozent der Befragten). An zweiter Stelle der Motivation kommt der Besuch bei Verwandten oder Bekannten (25,7 Prozent), gefolgt vom Wunsch, Neues zu entdecken. Dass die Reisetätigkeit ihren Höhepunkt in den Sommermonaten Juni bis August erreicht, ist keine Überraschung, ebenso dass in den Monaten Januar und November die Reisetätigkeit stark absinkt. Auch das ist bekannt: In den Sommermonaten werden die meisten längeren Reisen mit durchschnittlich elf Übernachtungen getätigt. Interessanter ist da die Feststellung, dass die Reisedauer seit 2002 leicht rückläufig ist, sich aber in den letzten Jahren bei etwa sieben Übernachtungen im Durchschnitt stabilisiert hat.
1.800 Euro im Durchschnitt
Interessant ist auch, dass rund 41 Prozent aller Reisen Kurzreisen mit bis zu drei Übernachtungen sind, Reisen mit einer Dauer von einer Woche erreichen einen Anteil von etwa 34 Prozent, solche mit einer Dauer von bis zwei Wochen einen Anteil von etwa 17 Prozent. Nur neun Prozent der Reisen sind länger. Übrigens nehmen 51 Prozent der Befragten das Auto, um ihr Reiseziel zu erreichen und 35 Prozent das Flugzeug. 51 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, in einem Hotelzimmer zu übernachten, 27 Prozent bei Familienmitgliedern oder Freunden. Gebucht wird immer öfter im Internet: 2014 wurden 55 Prozent aller Reisen zum Teil oder komplett mithilfe des Web organisiert. Für eine Reise fallen durchschnittlich 1.804 Euro an, die Ausgaben für mitreisende Personen (meist Kinder) mit einberechnet. Rund 260 Euro pro Person werden im Durchschnitt auf die Unterkunft verwendet, 221 auf Transport und 168 auf Verpflegung.
Die Studie gibt es hier zum Download: tinyurl.com/oh6p93d


